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Jurmann,
Walter
* 12.10.1903 Wien,
† 17.6.1971 Budapest.
Komponist, Dirigent.
Sollte Medizin studieren, wurde aber angeblich auf Anraten von R. Strauss Komponist. Tätigkeit als Pianist in verschiedenen Hotelbars (zunächst in Semmering/NÖ, dann in Wien) und Wiener Kabaretts, 1927 Übersiedlung nach Berlin, wo er als Pianist in der Bar des Eden-Hotels arbeitete. Erster Erfolg als Komponist 1928 mit dem Schlager
Was weißt denn du, wie ich verliebt bin (T: F. Rotter, mit dem er bis 1933 zahlreiche Titel schuf), interpretiert von R. Tauber. Bis 1933 etablierte sich J. als erfolgreicher Komponist – für Ultraphon auch als Interpret – zahlreicher Schlager (ab 1931 zumeist gemeinsam mit Bronislaw Kaper [1902–)(Veronika, der Lenz ist da; Mein Gorilla hat ’ne Villa im Zoo) und Filmmusik (z. T. zusammen mit Paul Dessau und A. Gutmann). 1933 Emigration (Exil) über Paris, wo er unter dem Pseud. Pierre Candel Chansons komponierte, nach Hollywood, dort große Erfolge als Filmkomponist für MGM (Zusammenarbeit mit Bronislaw Kaper und dem Texter Gus Kahn). Der Titelsong zum Film San Francisco (1936) brachte ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt. Im Alter von 40 Jahren zog sich J. fast gänzlich aus dem Berufsleben zurück.G: Gedenktafel (Wien II, Große Stadtgutgasse 7).
P: Ehrenbürger der Städt San Francisco 1938; Houston 1967; San Antonio 1967.
W: Filmmusik (u. a. Ich glaub nie mehr an eine Frau 1930; Ausflug ins Leben 1931; Ihre Majestät die Liebe 1931; Hochzeitsreise zu Dritt 1932; Melodie der Liebe 1932; Ein Lied für Dich 1933; Madame wünscht keine Kinder 1933; Mutiny on the Bounty 1935; San Francisco 1936; A Day at the Races 1937; Everybody Sing 1938; Nice Girl! 1941; Seven Sweethearts 1942; Presenting Lily Mars 1943); Schlager (Was weißt du denn, wie ich verliebt bin; Veronika, der Lenz ist da; Mein Gorilla hat ’ne Villa im Zoo; Ein Lied aus meiner Heimat; Wenn der Frühling kommt ins Land [s. Abb.]; Ninon; Reg’ mich nicht auf, Johanna; Du bist nicht die Erste).
Lit: E. Buxbaum,
„Veronika, der Lenz ist da!“
2006 [mit WV und Filmographie]; J.-U. Völmecke in CD-Booklet zu
„Ein Lied aus meiner Heimat“. Unvergängliche Melodien von W. J. in Originalaufnahmen (1929–1936); NGroveD
13 (2001); Lang 1986; Wölfer 2000; Personenlex. Öst. 2001; ÖL 1995; J. Brand (Hg.),
W. J. Catalogue of Works
1995 [mit WV];
Orpheus im Exil
1995; eigene Recherchen.
MK
[ Zuletzt aktualisiert: 2011/09/22 11:13:10 ]
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