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Kaan von AlbestKaan von AlbestAlbert Raimund: (Kàan z Albestů), Familie
Albert Raimund: * --1802 Wien, † --1863 Salzburg. Militär und Komponist. Der Sohn des in Ungarn tätigen Großhändlers Samuel Heinrich K. war zwar Husaren-Rittmeister ad honores, scheint jedoch eher als Privatier und Musikliebhaber (Dilettant) gelebt zu haben. Er galt als ausgezeichneter Geiger; als Komponist trat er v. a. mit Salonmusik und Bravourstücken (letztere interpretierte er auch selbst) hervor. Wurzbach erwähnt ein Konzert K.s in Wien am 7.2.1840, das ein großer Erfolg gewesen sein soll.
Werke
Offertorium; Salonmusik; Variationen; Bravourstücke für V.; Lieder; Salzburger Schützenmarsch 1863.
Literatur
Wurzbach 10 (1863); http://www.geni.com (9/2012); eigene Recherchen.


Der Urenkel von S. H. von Albest, Jindrich (Jindřich, Heinrich): * 29.5.1852 Tarnopol (Ternopil’/UA), † 7.3.1926 Roudná in Böhmen/CZ. Komponist, Pianist und Pädagoge. Seine Ausbildung hatte K. in Prag am Proksch Institut erhalten (Komposition und Klavier), die er an der Prager Orgelschule 1873/4 perfektionierte. Nach einer kurzen Solistenkarriere wurde er 1876 Musiklehrer der Familie Fürstenberg in Lány/CZ. 1889 wurde K. Lehrer (Klavier) am Prager Konservatorium und war 1907–18 auch dessen Direktor. In dieser Position leitete er auch das Orchester des Konservatoriums. Obwohl K. als sehr autoritär gefürchtet war, konnte er aufgrund guter Beziehungen zu Wien die Position des Prager Konservatoriums als eine der führenden Lehranstalten Europas weiter ausbauen (z. B. Schaffung einer Meisterklasse für Komposition unter V. Novák). K.s Klavierbearbeitungen von Werken der tschechischen Nationalschule (Nationalstil) bzw. Moderne trugen viel zu deren Verbreitung bei.


Ehrungen
Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens 1908; Reg.-Rat 1911; päpstliches Ehrenkreuz „pro ecclesia et pontifice“ 1912.
Werke
2 Opern (Der Flüchtling, Gérminal), 2 Melodramen, 2 Ballette (Bajaja, Olim), Lieder, Klaviermusik, Kammermusik, zahlreiche Klavierbearbeitungen, u. a. v. F. Smetanas symphonischer Dichtung Vltava.
Literatur
NGroveD 13 (2001); ÖBL 3 (1965); Prager Tagbl. 25.6.1881, 6, 21.7.1882, 6, 1.12.1908, 4; Prager Abendbl. 29.11.1907, 3, 21.12.1907, 3, 15.5.1911, [5], 29.5.1912, 3; Neues Wr. Abendbl. 21.6.1912, 5.

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Kaan von Albest (Kàan z Albestů), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 12/01/2017]