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Kauffmann, Kauffmann, true Familie
Orgelbauer in Wien

Johann Marcell (eig. Marcellin Johann): * 1.6.1849 Stadtlauringen, Bayern/D, † 9.9.1906 Wien. Sohn eines Bauern. Arbeitete nach einer Reisezeit in der Werkstätte von P. Titz und studierte an der Abteilung Mechanik des Wiener Polytechnikums. Ab 1877 war er als Orgelbauer tätig, seine Werkstätte befand sich zunächst in der Stumpergasse 48 (Wien VI), spätestens ab 1902 in Wien XV, Robert-Hamerling-Gasse 30.


Ehrungen
Ausstellungsdiplome 1882, 1888, 1892, 1898.
Werke
Wien III: Salesianerinnenkirche; Wien XIII: Hietzinger Pfarrkirche; Wien XIX: Nussdorfer Pfarrkirche; zahlreiche Orgeln in Niederösterreich (Stockerau [ursprünglich für die Jubiläumsausstellung 1888 gebaut], Biedermannsdorf [ursprünglich für die Internationale Ausstellung für Musik- und Theaterwesen 1892 gebaut]) und auch in Bayern; Dom von Aquileia/I (ursprünglich in der Katharinenfesthalle in Weigls Dreherpark [Wien XII]); Gran (Esztergom/H; Dom, Umbau).


Sein Sohn Johann Josef: * 13.9.1883 Wien, † 15.11.1953 Wien. Seine Werkstätte befand sich in Wien XV, Robert-Hamerling-Gasse 30.


Werke
Wien I: Univ.skirche; Wien II: Kirche der Barmherzigen Brüder; Wien III: Othmarkirche; Wien XV: Neufünfhauser Pfarrkirche (Dollfuß-Seipel-Gedächtniskirche).


Dessen Sohn Johann Marzellinus Antonius: * 25.7.1910 Wien, † 21. [nicht 24.] 5.1965 Wien. Trat 14-jährig in den väterlichen Betrieb ein. Jahrelang war er für die Betreuung der Wiener Domorgeln verantwortlich. Seine Söhne Johann Heinz (* ca. 1937 Wien?, † 4.8.1995 Wien), Markus Maria Franz (* 25.1.1947 Wien?, † 22.12.2011 Wien?) wurden ebenfalls Orgelbauer. Deren Bruder Gottfried Maria (* 15.1.1949 Wien, † 26.1.2010 Wien) erlernte 1964–68 ebenfalls das Orgelmacher-Handwerk, absolvierte dann jedoch das Max-Reinhardt-Seminar (M. Reinhardt) und war als Schauspieler und Kabarettist Götz K. tätig.


Schriften
G. Kauffmann, Meine Abrechnung. Zwischen Kaisermühlen-Blues und Suff 1999.


Die ersten Werke der Fa. K. hatten pneumatische, die späteren elektrische Traktur. Im Angebot hatte der Betrieb von Anfang an auch Harmonien.


Werke
Wien I: ehem. Chororgel (1952) sowie Orgel der Westempore (1960) von St. Stephan, Peterskirche (Umbau); Wien IX: Canisiuskirche; Wien XII: Kreuzschwesternkirche; Wien XVI: Neulerchenfelder Pfarrkirche.
Literatur
Czeike 3 (1994); SK 13/1 (1965/66), 23; Neuigkeits-Welt-Bl. 2.2.1896, 4; Eberstaller 1955; G. Lade, Orgeln in Wien 1990; Das Vaterland 7.3.1885, 8, 4.3.1886, 7, 18.10.1890, 5; Neuigkeits-Welt-Bl. 4.5.1893, 4, 21.7.1896, 9; Reichspost 29.10.1902, 8; SK 1/2 (1953/54), 35, 1/3 (1953/54), 29, 42/4 (1995), 198; Wr. Ztg. 26.5.1965; ; Trauungsbuch 1879–83 der Pfarre St. Josef ob der Laimgrube (Wien VI9, fol. 4; Taufbuch 1883 der Pfarre Gumpendorf (Wien VI), RZ 701; Taufbuch 1910 der Pfarre Fünfhaus (Wien XV), fol. 69; Sterbebuch 1906 der Pfarre Fünfhaus, fol. 56; https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_M._Kauffmann (1/2016); https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Kauffmann (1/2016); www.friedhoefewien.at (4/2015).

Autor(en)
Barbara Boisits
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits/Christian Fastl, Art. „Kauffmann, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 08/01/2018]