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Kaulich, Kaulich, Josef: Familie
Josef: get. 24.11.1827 Floridsdorf/NÖ (heute Wien XXI), † 1901-07-2222.7.1901 Mödling/NÖ (begr. Wien). Komponist und Kapellmeister. Studierte 1840–45 am Konservatorium der GdM (Violine bei J. Hellmesberger und Jos. Böhm, 1842–45 Harmonie- und Kompositionslehre bei G. Preyer). 1849–51 Stabstrompeter und Kapellmeister des Dragonerregiments Nr. 5. Ab 1852 mit eigenem Orchester als Kapellmeister v. a. auf Wiener Bällen tätig, bei denen er auch eigene Tanzkompositionen präsentierte. 1854 bis zu seiner Pensionierung am 1.4.1885 Kapellmeister der Bühnenmusik der Hofoper. Ab 1871 auch Regens chori der Pfarre St. Leopold (Wien II). Ab 1874 Vorstand des Leopoldstädter Männergesangvereins Donaubund (ab 1882 Leopoldstädter Männergesang-Verein), ab 1891 Vorstand des Wiener Chor-Regenten-Vereins. Zahlreiche seiner Tanzmusikkompositionen erschienen in Druck, u. a. bei F. Glöggl, C. Haslinger und A. Diabelli. K. betrieb darüber hinaus seit spätestens 1863 (Dekret 1862) auch eine eigene MSch. in Wien II und veröffentlichte 1891 eine Theoretisch-praktische Violin-Schule. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau Wilhelmine am 31.1.1851 (Trauung am 8.8.1850) seit 14.1.1854 mit Dorothea Aloysia Josepha Mayer (* 11.2.1830 Wien, † 30.9.1898 Wien) verheiratet.
Ehrungen
Ehrenmitglied der amerikanischen Musicians National Protective Association 1872.
Werke
Zauberposse Oberon, König der Elfen im Krapfenwaldl; Tänze und Märsche (s. Abb.); Potpourris; Kirchenmusik (Tantum ergo, op. 192; Graduale, op. 194; Requiem); Theoretisch-praktische Violin-Schule, op. 207.
Literatur
ÖBL 3 (1965); Stieger II/2 (1977); F. Rathner, Die bewaffnete Macht Österreich-Ungarns 1916–1918 in ihren Märschen 1983; F. Huber (Hg.), Lehrer-Schema 1863, 21; Neues Wr. Journal 28.11.1898, 2, 23.7.1901, 6; Neue Wr. Musik-Ztg. 14.10.1852, 181f, 28.4.1853, 69f; Wr. Ztg. 15.12.1852, 10; Österreichischer Soldatenfreund 27.10.1860, 687; Der Zwischen-Akt 3.7.1862, [4]; NZfM 13.2.1885, 80; Fremden-Bl. 5.7.1871, 6; Morgen-Post 4.11.1871, [2], 18.11.1880, [5]; Hans Jörgel von Gumpoldskirchen 18.11.1871, 8; Neues Wr. Tagbl. 27.8.1872, [4], 25.1.1885, 6; Dt. Ztg. 13.5.1874, 4; Die Presse 5.2.1852, [1], 27.6.1876, 10, 10.8.1877, 11, 27.11.1877, 11, 23.2.1879, 9, 27.1.1882, [11], 18.4.1891, 11; NFP 24.7.1901, 16; Taufbuch der Pfarre Leopoldau (Wien XXI) 1825–33, fol. 41; Trauungsbuch der Pfarre St. Josef zu Margareten (Wien V) 1847–52, fol. 135; Trauungsbuch der Pfarre Maria Treu (Wien VIII) 1854–58, fol. 2; Sterbebuch der Pfarre Mödling St. Othmar 1899–1901, fol. 180; Taufbuch der Schottenpfarre (Wien I) 1825–32, fol. 154; Sterbebuch der Pfarre St. Leopold (Wien II) 1897–98, fol. 88; eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM; Lehmanns Adresskalender, www.anno.onb.ac.at).


Seine Töchter

Luise (eig. Aloisia Elisabetha Leopoldina), verh. Lazarich: * 14.1.1855 Wien, † 28.4.1939 Wien. Sängerin (Mezzosopran). Studierte am Konservatorium der GdM 1871–73 Klavier (Vorbildung) sowie 1873–76 Gesang (bei M. Marchesi, Diplom 1876). Erster öffentlicher Auftritt im Jänner 1876. 1874–1906 an der Wiener Hofoper (ab 1876 Solosängerin), wo sie in rund 100 verschiedenen Rollen auftrat. 1881 wirkte sie bei der großen Mozart-Zentenarfeier in Salzburg mit. Als Konzert- und Oratoriensängerin war sie noch bis 1911 tätig. Seit 23.1.1877 mit dem Bankbeamten Alexius Arthur Lazarich (* 3.11.1852 Wien, † 17.2.1910 Wien) verheiratet, der Ehe entstammte Tochter Elisabeth Josefine Luise (verh. Klunzinger, * 28.10.1877 Wien, † 29.6.1939 Wien).


Ehrungen
2.e Preise bei den Concurs für Gesang des Konservatoriums der GdM 1874 u. 1875, 1. Preis beim Concurs für Gesang sowie Gesellschaftsmedaille des Konservatoriums der GdM 1876.
Literatur
ÖBL 3 (1965); K-R 1997; G. Pellegrini in Mitt. d. Ges. f. Sbg. Lk. 1939; Illustrierte Kronen-Ztg. 4.5.1839, 9, 13.1.1935, 23; Neues Wr. Tagbl. 27.5.1839, 12; Die Presse 8.1.1876, 11; Taufbuch der Pfarre St. Leopold (Wien II) 1855, fol. 188 u. 1877, fol. 260; Trauungsbuch der Pfarre St. Leopold 1874–78, fol. 260; Jahresberichte des Konservatoriums der GdM.


Leopoldine, verh. Hofacker: * 23.10.1857 Wien, begr. 17.1.1934 Wien. Sängerin (Alt?). Über ihre Ausbildung ist nichts bekannt. Sie trat einige Jahre lang regelmäßig als Solistin unter der Leitung ihres Vaters an der Pfarrkirche St. Leopold auf. Seit 21.11.1885 mit dem Beamten Heinrich Leopold Andreas Hofacker (* 9.3.1855 Wien, † 23.5.1919 Wien) verheiratet.


Literatur
Die Presse 25.11.1884, [7], 14.11.1886, [13], 5.10.1890, [13], 15.11.1891, [13], 2.10.1892, [7], (Abendbl.) 5.10.1895, 3; Taufbuch der Pfarre Rennweg-Maria Geburt (Wien III) 1856–58, fol. 180; Trauungsbuch der Pfarre St. Leopold 1885–87, fol. 95; Sterbebuch der Pfarre Mariahilf (Wien VI) 1909–21, fol. 223; www.friedhoefewien.at (11/2018).

Autor(en)
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Kaulich, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18/02/2019]