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KélerKélertrue (von Keller), Béla (Albert Pál; Adalbert Paul)
* 1820 -02-1313.2.1820 Bartfeld (Bártfa/H, heute Bardejov/SK), † 1882 -11-2020.11.1882 Wiesbaden/D. Komponist, Militärkapellmeister. Studierte Jus, widmete sich der Landwirtschaft und studierte nebenbei als Autodidakt Musik nach J. G. Albrechtsberger. Geiger im Theaterorchester in Eperjes (Prešov/SK), ab 1845 Violinist am Theater an der Wien, weitere Ausbildung bei S. Sechter. 1854 Dirigent der J. Gunglschen Kapelle in Berlin, ab 1855 leitete er die Kapelle Aug. Lanners und 1856–60 die Kapelle des IR.s Nr. 10 in Wien. 1860 gründete er in Pest (Budapest) ein privates Orchester; 1863–70 Musikdirektor am fürstlich-nassauischen Hof in Wiesbaden. Ab 1872 Konzertreisen durch Deutschland, England (1874/75 Manchester), Dänemark und die Schweiz. Seine lyrisch-sentimentalen Kompositionen mit magyarischem Charakter waren sehr populär. Als patriotischer Ungar verwendete er die ungarische Form seines Namens. Der von Heinrich Rietsch (1897) lange Zeit A. Bruckner zugeschriebene Apollo-Marsch Es-Dur wurde von Werner Probst (1984) als K.s Mazzuchelli-Marsch identifiziert.
Werke
139 Opuszahlen; 12 Ouvertüren (Tempelweihe op. 95; Französische Lustspiel Ouvertüre op. 111; Italienische Schauspiel-Ouvertüre op. 131); 27 Walzer (Am schönen Rhein; Hoffnungsstrahlen op. 17); 22 Märsche (Mazzuchelli-Marsch op. 22); 13 Galoppe; Polkas, Csardas, Mazurkas, Quadrillen; Ballett Die Schmetterlingsjagd; Militärisches Tonbild Soldatenleben.
Literatur
NGroveD 13 (2002); MGG 7 (1958); ÖBL 3 (1965); Suppan 1994; BrucknerH 1996.

Autor(en)
Andrea Harrandt
Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Kéler (von Keller), Béla (Albert Pál; Adalbert Paul)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]