Kelly (eig. O’Kelly, auch Occhelli), Michael Wilhelm
* 25.12.1762 Dublin, † 9.10.1826 Margate/GB. Sänger (Tenor), Komponist, Theaterdirektor und Musikverleger. Studierte in Dublin, London und Neapel, debütierte 1781 in Florenz und trat dann an verschiedenen italienischen Opernhäusern auf. 1783–87 war er auf Empfehlung von Conte G. Durazzo in Buffopartien am Hofburgtheater in Wien engagiert, schloss Freundschaft mit W. A. Mozart und sang in dessen Le nozze di Figaro den ersten Basilio sowie auch Curzio. 1787 Rückkehr über Salzburg (Besuch bei L. Mozart) nach London mit Auftritten in Oper und Konzert bis ca. 1811. Seit 1789 war K. dort auch als den zeitgenössischen Geschmack treffender Komponist einiger Singspiele und zahlreicher Bühnenmusiken populär. 1802–11 führte er eine Musikalienhandlung, nach deren Konkurs war er zuletzt Weinhändler. In seinen gedruckten (nicht immer datengenauen) Erinnerungen nimmt er u. a. Bezug auf Aufführungsanweisungen Mozarts.
W: Musik zu über 60 Bühnenstücken (1797–1821; z. T. nur jeweils einzelne Lieder); Ballett; Lieder.
Schr: Reminiscences, 2 Bde. 1826 (ND 1975).
Lit: S. M. Ellis, The Life of M. K. 1930; NGroveD 13 (2001) [mit WV]; K-R 1997; Czeike 3 (1994); Riemann 1959; MGG 7 (1958).


UH  
[ Zuletzt aktualisiert: 2010/10/11 13:21:33 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
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