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Klenau,
Paul August von
* 11.2.1883 Kopenhagen,
† 31.8.1946 Kopenhagen.
Komponist und Dirigent.
Aus einem musikalischen großbürgerlichen Haus stammend, entschied sich K. 1900 für die Musik und begann am Konservatorium in Kopenhagen Violine und Komposition zu studieren. 1902 wechselte er nach Berlin zu Max Bruch und Karl Halir, 1904 nach München zu L. Thuille. Nach einem Jahr als Theaterkapellmeister in Freiburg i. Br./D wurde K. 1908 Schüler von M. Schillings in Stuttgart/D und arbeitete ab 1909 als Korrepetitor an der Oper. 1912 Dirigent des Bach-Vereines in Frankfurt a. M./D wechselte er 1913 wieder zurück nach Freiburg. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges ging K. in seine dänische Heimat zurück, wo er 1920–26 u. a. Mitbegründer und Dirigent von Dansk harmonisk Selskab war; 1922–30 war K. Konzertdirektor der
Wiener Konzerthausgesellschaft
und versuchte in seinen Werken an die Wiener Moderne anzuschließen. Schon seit Beginn der 1920er Jahre stand K. in engem Kontakt mit A. Schönberg und Alban Berg (aus den Jahren 1920–35 gibt es einen regen Briefwechsel zwischen K. und Berg). Obwohl K. versuchte, sich mit dem NS-Regime zu arrangieren, resignierte er nach dem Debakel um die Aufführung seiner Oper Elisabeth von England in Kassel bzw. Berlin. Er verließ 1940 Wien und lebte bis zu seinem Tod in Kopenhagen, wo eine zunehmende Schwerhörigkeit seine Aktivitäten zunehmend einschränkte. Als Komponist folgte K. nicht der nordischen Schule, sondern einem von A. Bruckner (Frühwerke) bzw. der Wiener Klassik (Spätwerk) geprägten Stil, der den Einfluss von R. Strauss nicht verleugnen kann.W: Opern (Sulamith, Kjarlan und Gudrun, Die Lästerschule, Michael Kohlhaas, Rembrand van Rijn, Elisabeth von England, Dronningen); Ballettpantomimen (Klein-Idas Blumen, Marion); 7 Symphonien, 3 Symphonische Dichtungen (Paolo und Francesca, umgearbeitet zu Inferno-Phantasie, Bank Holiday-Souvenir of Hampstead = Jahrmarkt bei London); Werke für Orch. und Vokal-Solo; Lieder, Kammermusik, Klavierwerke.
Lit: NGroveD 13 (2001); MGG 7 (1958); NGroveDO 2 (1992).
ETH
[ Zuletzt aktualisiert: 2010/03/22 09:11:17 ]
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