Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Klicka Klicka true (Klička), Josef
* 185-12-1515./16.12.1855 Klattau (Klatovy/CZ), † 1937 -03-2828.3.1937 Klattau. Komponist, Organist und Kapellmeister. Da sich früh musikalische Begabung zeigte, wurde K. 1867 nach Prag zu Anton Bennewitz (Violine) geschickt, wechselte jedoch nach 2-jähriger Unterbrechung 1872 an die Prager Orgelschule. 1875–1881 war K. als Kapellmeister an diversen Theatern in Prag tätig. Ab 1882 wechselte er sukzessive vom Theater in den Lehrerberuf, wurde 1885 Prof. an der Prager Orgelschule, mit November 1889 Prof. für Orgelspiel am Prager Konservatorium; 1920–24 leitete K. die Meisterklasse für Orgelspiel (1924 Versetzung in den Ruhestand); 1919 wurde K. zudem zum Inspektor der tschechischen MSch. ernannt. 1890–97 war K. auch Dirigent des Gesangvereins Hlahol. K. zählt zu den Vertretern der tschechischen Schule. In seinen Opern und Instrumentalwerken konnte er nicht aus dem Schatten F. Smetanas treten; in der Kirchenmusik folgte er den Prinzipien des Cäcilianismus. K.s. große Bedeutung liegt in seiner singulären Stellung als Organist, Orgellehrer und Improvisator in Böhmen an der Wende vom 19. zum 20. Jh. Für seine Kinder Václav (* 1.8.1882 Prag, † 22.5.1953 Prag) und Helena Nebeská-Kličková (* 16.10.1878 Prag, † 1951 Prag), beide hervorragende Harfenisten, komponierte der Vater eine Reihe von Werken, die als Ausgangspunkt des modernen Harfenspiels gelten.
Ehrungen
Ehrenbürger von Klattau und Prag; Mitglied der Česka akademie 1934; Ehrenmitglied des Hlahol.
Werke
7 Messen, Motetten; Opern und Bühnenwerke, Kantaten, Chor-Orchesterwerke, Lieder; Kammermusik, Werke für Org., Kl. und Harfe in div. Besetzungen.
Literatur
MGG 7 (1958); NGroveD 13 (2001) [V. K.]; ÖBL 3 (1965).

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Klicka (Klička), Josef‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 13/08/2003]