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Koechel, Koechel, true Ludwig Alois Friedrich Ritter von
* 1800 -01-1414.1.1800 Stein an der Donau/NÖ, † 1877 -06-033.6.1877 Wien. Erzieher und Privatgelehrter. Studierte 1816–21 an der Univ. Wien Jus (1827 Promotion), war 1823–42 Erzieher bei vornehmen Familien (u. a. ab 1827 Prinzenerzieher bei Erzhzg. Karl); mit der Entlassung aus dem Hofdienst wurde K. 1842 in den Ritterstand erhoben. Nach einer langen Forschungsreise 1842–47 lebte K. in Salzburg (Schulrat und Gymnasialinspektor 1850–52) und Teschen, übersiedelte 1863 nach Wien, wo er den Rest seines Lebens verbrachte und sich als Privatgelehrter v. a. seinen musikhistorisch-quellenkundlichen Studien widmete (Musikwissenschaft). Seinen botanischen Studien ist die Entdeckung einiger Pflanzen zu verdanken.
Gedenkstätten
K.gasse (Wien XIII); Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof.
Ehrungen
Ritterkreuz des Leopold-Ordens 1842; Ehrenmitglied der GdM in Wien 1871; Ehrenmitglied des Mozarteums und der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1867.
Schriften
W: Chronologisch.-thematisches Verzeichnis sämtlicher Tonwerke Wolfgang Amadé Mozarts 1862 [zahlreiche spätere Auflagen und Bearbeitungen]; 83 neu aufgefundene Original-Briefe Ludwig v. Beethovens 1865; Johann Josef Fux 1872; Die kaiserliche Hofmusikkapelle in Wien von 1543–1867, 1869; Die Mineralien des Herzogthums Salzburg 1859; Über den Umfang der musicalischen Productivität W. A. Mozarts 1862.
Literatur
T. E. Konrad, Weltberühmt, doch unbekannt. L. R. v. K. 1998; O. Biba in ÖMZ 32 (1977); ÖBL 4 (1969); Czeike 3 (1994); MGG 7 (1958); NGroveD 13 (2001); NDB 12 (1980); ÖL 1995.

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Koechel, Ludwig Alois Friedrich Ritter von‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]