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Körner, Körner, Christian Gottfried: Familie
Christian Gottfried: * 1756 -08-022.8.1756 Leipzig/D, † 1831 -05-1313.5.1831 Berlin. Gelehrter, Philosoph und Musikästhetiker. Betrieb historische, philosophische und mathematisch-naturwissenschaftliche Studien, verlegte sich dann auf Jus und wurde 1778 Privatdozent in Leipzig, 1781 Konsistorialadvokat. 1783 erhielt er in Dresden/D eine Anstellung. In seinem Haus verkehrten viele Philosophen, Literaten und Künstler (u. a. W. A. Mozart und J. A. Hiller). Mit Friedrich Schiller war K. befreundet und in Briefwechsel; die erste Gesamtausgabe der Schillerschen Werke (1812–15) ist ihm zu verdanken. 1815 wurde er Staatsrat in Berlin und außerdem Mitglied von Carl Friedrich Zelters Singakademie.
Schriften
Ästhetische Ansichten 1808; Über Charakterdarstellung in der Musik in Horen, hg. v. F. Schiller (1795).
Literatur
MGG 7 (1958); W. Seifert, Chr. G. Körner 1960; C. Dahlhaus, Die Idee der absoluten Musik 1978; MGÖ 2 (1995).


Sein Sohn Karl Theodor: * 23.9.1791 Dresden/D, † 26.8.1813 (gefallen) bei Gadebusch/D. Dichter. Im Rahmen seiner Erziehung erhielt er Gesangsunterricht und erlernte Laute und Gitarre. Nach Studien in Freiberg/D, Leipzig/D (1810) und Berlin (1811) übersiedelte er im August 1811 nach Wien, wo er am Burgtheater eine Anstellung als Hoftheaterdichter erhielt. Er hatte Kontakte zu C. M. v. Weber (der seine Lieder 1814 vertonte), I. Moscheles, G. Meyerbeer, L. Spohr und L. v. Beethoven. K.s Bedeutung liegt aber weniger in seinen Libretti als in seinen Freiheitsgesängen und Kriegsliedern, die er häufig auf bekannte Melodien schrieb. Letztlich wurde er durch seinen frühen „Heldentod“ unsterblich.


Gedenkstätten
Gedenktafel Köllnerhofg. (Wien I); K.büste (Wien XIX); K.-Gedenkstein im Th.-K.-Park (Wien XII).
Werke
Gedichte (Knospen 1810) u. Lieder (12 freie dt. Lieder 1813, Leyer u. Schwerdt, hg. v. Ch. G. K., 1814); Dramen (TrauerspielZriny 1812); Libretti (Singspiel Der vierjährige Posten 1813 [M: Fr. Schubert], Alfred der Große, Die Bergknappen [M: F. v. Flotow]).
Literatur
MGG 7 (1958); Wurzbach 12 (1864); NGroveD 13 (2001); Czeike 3 (1994); MGÖ 2 (1995); E. Jöst in Österreich in Gesch. u. Lit. 46 (2002).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Körner, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]