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Koessler Koessler true (Kößler), Hans (János) von
* 1853 -01-011.1.1853 Waldeck in der Oberpfalz/D, 1926 -05-2323.5.1926 Ansbach/D. Musikpädagoge und Dirigent. Wirkte 1871–74 als Organist in Neumarkt/D, studierte dann bei Josef Gabriel Rheinberger und Franz Wüllner in München und wurde 1877 Lehrer für Chorgesang und Musiktheorie am Konservatorium in Dresden/D, 1879 auch Dirigent der dortigen Liedertafel, 1881 Theaterkapellmeister in Köln/D. 1882–1908 war K. Orgel- und Chor-, ab 1883 auch Kompositionslehrer (als Nachfolger R. Volksmanns) an der MAkad. in Budapest, wurde mit dem persönlichen Adel ausgezeichnet und lebte dort im Ruhestand bis 1918, bis 1920 in Ansbach. 1920–25 wirkte er wieder in Budapest als Leiter einer Kompositions-Meisterklasse. Seine berühmtesten Schüler waren Béla Bartók, Zoltán Kodály, Léo Weiner, E. v. Dohnányi, E. Kálmán. Als Komponist war der mit J. Brahms befreundete, v. a. lyrisch begabte K. Vertreter der Spätromantik (Romantik), stand aber dem Schaffen seines Vetters Max Reger und anderer Zeitgenossen ablehnend gegenüber. Als sein Hauptwerk gelten die „den Manen J. Brahms’“ gewidmeten Symphonischen Variationen von 1901.
Werke
Messe für 3 Frauenstimmen u. Org.; 46. u. 51. Psalm 1902; Sylvesterglocken, ein weltliches Requiem (T: M. Kalbeck) 1897; Oper Der Münzenfranz (T: August Schaefer) 1902; symphonische Werke, V.- u. Vc.-Konzerte; Kammermusik; Klavierstücke; Chor- u. Männerchorwerke (Altdeutsche Minnelieder in Madrigalform für 4-st. Männerchor 1913); Lieder.
Literatur
NGroveD 13 (2001); MGG 7 (1958) [mit WV]; ÖBL 4 (1969); Riemann 1959 u. 1972; Weissenbäck 1937; Mitt. Heimat- und Kulturverein Waldeck.

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Koessler (Kößler), Hans (János) von‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]

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