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Kolander, Kolander, true Vatroslav
* 1848 -05-3131.5.1848 Waraschdin (Varaždin/HR), † 1912 -04-1010.4.1912 Agram. Organist, Pianist und Komponist. Wurde in Varaždin, Agram, dann 1872–74 an der Lehranstalt des Vereines der Kunstfreunde für Kirchenmusik in Prag ausgebildet. Seine Lehrer waren František Blažek (Harmonielehre), Adolf Proucha und Ottomar Smolik (Orgel). Daneben erhielt er 1873/74 bei Teodor Proksch in dessen Lehranstalt Klavierunterricht. Mit der Unterstützung von Gustav Prandau und dem Zagreber Erzb. Mihalović führte er 1874/75 am Konservatorium in Wien seine Studien fort (Komposition bei Franz Krenn, Klavier bei W. Schenner). Mit der Empfehlung von J. Epstein durfte er in der Augustinerkirche gelegentlich Orgel spielen. Nach seiner Rückkehr wurde er 1875 Organist des Doms in Zagreb. Diesen Dienst bekleidete er bis zum Tode. 1876–81 unterrichtete er auch Klavier an der Schule des Kroatischen Musikinstitutes (Musikvereins) und danach leitete er seine eigene Klavierschule. Als einer der Begründer des Cäcilianismus in Kroatien veröffentlichte er 1895 mit K. Kindlein eine Sammlung Kirchenlieder. Obwohl ein vortrefflicher Organist und Improvisator, erzog er auch gute Pianisten, u. a. D. Kovačević.
Werke
Werke f. Org., Chor u. Orch., u. a. 5 Messen.
Literatur
Z. K[olander] in Sv. Cecilija 4/8–12 (1910); A. Vidaković in Muzička enciklopedija 2 (1974); ÖBL 4 (1969).

Autor(en)
Vjera Katalinić
Empfohlene Zitierweise
Vjera Katalinić, Art. „Kolander, Vatroslav‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]