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Koller, Koller, true Josef
* 1872 -08-1818.8.1872 Wien, 1945 -10-1919.10.1945 London. Schauspieler, Schriftsteller, Volksliedsänger. Gründete 1892 gemeinsam mit J. Modl, K. Kratzl, Carl Lechner, Josef Maxwald, Josef Bauer u. a. den internationalen Artistenklub Die lustigen Ritter von Wien, ein Verein, der verarmte Künstler und Volkssänger unterstützte. Dem ersten Vorstand gehörte er als Kassier und künstlerischer Leiter an, ab 1912 stand er als Obmann dem Verein vor. Gemeinsam mit seiner ersten Gattin, Paula Walden, trat K. 1897 der Budapester Orpheum Gesellschaft bei, zu deren beliebtesten Mitgliedern er anschließend (bis 1913) zählte. Das Ehepaar gab im Rahmen der Aufführung der Gesellschaft zehn Jahre lang Gesang- und Tanzduette zum besten, K. selbst spielte in der bekannten Posse Eine Klabriaspartie unzählige Male mit großem Erfolg den Kellner Moritz. 1915–20 als Varieté-Direktor genannt, betrieb er ab 1921 eine Konzertdirektion und ein Theaterkartenbüro (Wien I, Pestalozzig. 3). Ab 1927 nur mehr Inhaber des Theaterkartenbüros, widmete sich K. in seinen letzten Wiener Jahren (ab 1934) ausschließlich seiner Tätigkeit als (Bühnen-)Schriftsteller; 1939 emigrierte er nach England (Exil). In sein Buch über das Wiener Volkssängertum ließ K. viel Autobiographisches einfließen.
Werke
Komödien, Possen.
Schriften
Das Wiener Volkssängertum in alter und neuer Zeit 1931.
Literatur
J. K., Das Wiener Volkssängertum in alter und neuer Zeit 1931; ÖBL 4 (1969); DBE 6 (1997); WStLA (Meldearchiv und Lehmann-Adressbücher 1900–39).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Koller, Josef‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]