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Krain (deutsch für slowenisch Kranj)
Stadt in Slowenien (auch Krainburg, zwischen Klagenfurt und Laibach), auf eine alte und von den Römern „Carnium“ genannte Siedlung zurückgehend, im 11. Jh. Sitz der Markgrafen (Krain/Kranjaska). Ihre Musikgeschichte ist nicht im Detail erarbeitet. Immerhin berichtet der bekannte aquileische Bischofssekretär Paolo Santonino (1485) u. a. vom kunstvollen Gesang der Dominikanerinnen in Velesovo bei K. („dulcissimis ac suavissimis vocibus“) und von den „organa et suavissime cantorum voces“ bei der Messe in der K.er Pfarrkirche. Aus K. stammt ein Papierfragment (15. Jh.) mit einem älteren dreistimmigen Jube domne (frühe Mehrstimmigkeit).
Literatur
D. Cvetko, Musikgesch. der Südslawen 1975; Enc. Slov. 5 (1991); J. Höfler in Muzikološki Zbornik/Musicological Annual 5 (1969); J. Snoj, Medieval Music Codices. A selection of Representative Samples from Slovene Libraries 1997.

Autor(en)
Rudolf Flotzinger
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Krain (deutsch für slowenisch Kranj)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 11/11/2003]