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Krainer Krainer true (geb. Huttegger), Lore
* 1930-11-044.11.1930 Graz. Kabarettistin, Komponistin, Autorin. Erhielt als Kind Klavier- und Akkordeonunterricht, studierte an der Grazer MAkad. Klavier bei Rudolf Stejskal, wechselte während ihrer Zeit an der Theaterschule Neuber-Gaudernak in Graz ins Unterhaltungsfach und ging mit einer Studentenkabarett-Truppe 1947–49 auf Tournee. 1950–65 arbeitete sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem Sänger Günther K. (1928–98), v. a. in der Schweiz als Pianistin und Entertainerin, danach Rückkehr nach Graz. Hier führte sie gemeinsam mit ihrem Mann bis 1975 das Restaurant „Girardi-Keller“, wo sie sich zwischendurch am Klavier als Entertainerin für ihre Gäste betätigte und G. Bronner entdeckt wurde. Bronner produzierte 1973 ihre erste LP L. K. singt von Mäusen, Menschen und Lipizzanern und engagierte sie in sein Kabarett Fledermaus in Wien. Eigene Chansonabende mit Zwischenconférencen (Pegasus mit einem Flügel, K. mit Senf) folgten. 1975 verfasste sie gemeinsam mit Gerda Klimek die Kabarett-Revue Weiber, Weiber, Weiber, in der sie auch auftrat. K. schuf mehrere Solo-Kabarett-Programme, zahlreiche Lieder, Chansons und Couplets, ist Gründungsmitglied der satirischen Hörfunksendung Guglhupf, die 1978 startete, und betätigte sich auch als Buchautorin sowie Bearbeiterin von Theaterstücken und musikalischen Bühnenwerken. K., die sich eine „Anlassdichterin und Gelegenheitssängerin“ nennt, lebt derzeit (2003) in Oberwaltersdorf in der Nähe von Baden.
Ehrungen
Nestroy-Ring der Stadt Wien 1984; Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark 1985; Kulturpreis der Stadt Baden 1997; Goldenes Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich 2003; Prof.-Titel 2005; Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 2011.
Schriften
gem. m. G. Bronner, Trautes Heim 1983; Vom Glück, Österreicher zu sein 1987; (Hg.) Im Guglhupf – 16 Jahre Zeit im Ton. Eine Satire 1994; Bühnenstücke (Soirée bei Prinz Orlowski); Hörfunkserien; Fernsehdrehbücher.
Werke
Alben (L. K. singt von Mäusen, Menschen und Lipizzanern; So wahr ich K. heiß’; Viechereien; gem. m. G. Bronner: Wer einmal ein Auto hat); Singles (I möcht mit dir alt werden, Es ist alles kinderleicht, Kulinarrisch werden, Über Schottland hängt ein Tief, Von Kojak hat mein Mann nur die Frisur).
Literatur
G. Pressler in Bockkeller 5/2 (1999); Fink 2000; Lang 1986; ÖL 1995; Ackerl/Weissensteiner 1992; Hauenstein 1979; Der Standard 22.3.2005; https://www.wien.gv.at (10/2011).

Autor(en)
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Krainer (geb. Huttegger), Lore‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 30/10/2011]