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Kubizek, Kubizek, August: Familie
August: * 1888 -08-033.8.1888 Linz, 1956 -10-2323.10.1956 Linz. Beamter und Dirigent. Erlernte als Kind Geige, besuchte dann die Linzer MSch. und den Musikverein, wo er auch Bratsche spielte. 1904–08 war er mit Adolf Hitler eng befreundet (mehr als 40 Jahre später verfasste er dessen Biografie). 1908 ging er nach Wien, um am Konservatorium der GdM zu studieren. 1912 wurde K. zweiter Kapellmeister am Stadttheater Marburg an der Drau. 1914 verhinderte der Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein Engagement in Klagenfurt. 1920 wurde K. Gemeindesekretär, dann Stadtamtsleiter in Eferding/OÖ. 1942 trat K., der seit 1938 wieder mit Hitler zusammengetroffen war, der NSDAP bei (allerdings nicht aus politischer Überzeugung). Nach dem Zweiten Weltkrieg war er im amerikanischen Lager Glasenbach/Sb inhaftiert (Entlassung am 8.4.1947).
Schriften
Adolf Hitler mein Jugendfreund 1953.
Literatur
LandesChronikOÖ 1992.


Seine Söhne

Augustin: * 15.10.1918 Wien, † 24.3.2009 Wien. Komponist und Chordirigent. War am Stiftsgymnasium Seitenstetten Sängerknabe und Altsolist. 1946–54 war er Volks- und Hauptschullehrer in Eferding. Studierte bis 1949 am Bruckner-Konservatorium in Linz sowie 1954–56 an der Wiener MAkad. Komposition (bei A. Uhl), Chorleitung (bei Rein. Schmid) und Dirigieren (bei H. Swarowsky). Weiters absolvierte er Kurse bei Paul Hindemith, J. N. David und H. v. Karajan. 1956 erhielt K. einen Lehrauftrag für Chorleitung (dann auch für weitere Fächer) an der MAkad. 1965 gründete er die Wiener Schütz-Kantorei, die er 11 Jahre lang leitete. 1967 wurde K. an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien Prof., 1973 ao. Prof. und 1978–85 o. Prof. für Tonsatz und Komposition. Daneben war er Vorstandsmitglied des Österreichischen Komponistenbundes und der AKM. K., für den die Kompositionstechnik nicht im Vordergrund steht, will „ehrliche“, verständliche und den Hörer bewegende Musik (v. a. Chormusik) schreiben.


Ehrungen
Förderungspreis des Landes Oberösterreich 1948; Kompositionspreis der Wr. Musikakademie 1954; Förderungspreis der Stadt Wien 1957; Österreichischer Staatspreis 1969; Preis der Stadt Wien für Musik 1973; Kulturpreis von Niederösterreich 1979; Kulturpreis von Oberösterreich 1981; Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1987; Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich 1994.
Werke
Orchesterwerke (Konzert f. Vc. 1962, Divertimento 1965, Kamptaler Divertimento 1976); Kammermusik; Oper Nathan der Weise [T: Gotthold Ephraim Lessing] 1992–94; weltliche u. geistliche Chorwerke (Messen, Motetten), Kantaten, Lieder.
Schriften
Aus der Werkstatt österr. Komponisten in ÖMZ 21/7 (1966); Beiträge in Komponist u. Musikerzieher 1972 u. 1974–75.
Literatur
MaÖ 1997 [mit WV]; Goertz 1979 u. 1994 [mit WV]; Musikalische Dokumentation A. K. 1994 [mit WV]; MGG 16 (1979); Riemann 1972; F-A 1 (1974); W. Szmolyan in ÖMZ 25/3 (1970).


Karl Maria: * 11.5.1925 Eferding, † 8.3.1995 Eferding. Komponist, Klarinettist und Musikpädagoge. Studierte Musik am Bruckner-Konservatorium in Linz und an der Wiener MHsch. Seit 1946 als Konzertklarinettist und Kammermusiker tätig. Daneben arbeitete er als Musiklehrer.


Ehrungen
1. Preis beim Jugendmusikwettbewerb Prag 1942; Preis der Mozart-Gemeinde Wien 1951; Jugendkulturwochen-Preis Innsbruck 1955; Kompositionspreis der MSch.n Niederösterreich 1980.
Werke
Streich leise Saiten, Musikant. Fünf Lieder für Sopran, Fl., Br. u. Vc.; Sonate für Ob. u. Kl.; Werke für Kl.
Literatur
Who is who in Öst. 1987/88; MGÖ 3 (1995).


Dessen Sohn

Wolfgang Rudolf: * 13.1.1959 Wels/OÖ, † 7.6.2008 Wien. Komponist. 1969–80 Studium der Violine in Linz und Wien, lebt seit 1985 in Oberwart/Bl und seit 1999 in Velem/H. 1985 Österreichvertreter bei den Weltmusiktagen der ISCM (IGNM) in Amsterdam mit der Komposition Oktett für Jazzensemble, 1992 „Composer in residence“ beim Festival St. Gallen/CH; mehrere CD-Einspielungen. Mitbegründer des Vereins KIBu.


Ehrungen
1. Preis beim Wettbewerb Jugend musiziert 1975; Staatsstipendium des Ministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur für Komposition 1982, 1986 u. 1990; Förderungspreis (1992) u. Kulturpreis (1993) des Landes Burgenland; Ludo-Hartmann-Preis des Verbandes Österr. Volkshochschulen 1999.
Werke
Monolog mit einem Schatten, Kammeroper (1996); Die Engel von Los Angeles, Sinfonie (1996); Bozsoki darabok f. Orch. (1999); die tägliche dosis, Multimediainstallation 2000; A bánan; Über den Grenzen. Eine musikalische Andacht (zum Tag der Menschenrechte), 2002.
Literatur
MaÖ 1997; Goertz 1994; Suppan 1994; www.kusch.at (10/2002); www.kulturgericht.at/news/nachrufwolfgangrkubicek.html (8/2008).

Autor(en)
Alexander Rausch
Gerhard J. Winkler †
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch/Gerhard J. Winkler †, Art. „Kubizek, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 17/08/2008]