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Küchl, Küchl, Ulrich: Brüder
Ulrich: * 1943 -11-2222.11.1943 Königsberg/D (Kaliningrad/RUS). Komponist und Propst. Übersiedelte 1949 nach Waidhofen an der Ybbs/NÖ. Studierte 1962–67 an der Theologischen HSch. St. Pölten (Priesterweihe 1967), daneben Kirchenmusik an der Diözesan-Kirchenmusikschule. Ab 1972 Pfarrer in Waldkirchen an der Thaya/NÖ, seit 1976 Propst des Kollegiatstiftes Eisgarn/NÖ. 1984/85 setzte K. sein Kompositionsstudium bei G. v. Einem fort. Weiters ist er Mitglied der Diözesankommission für Kirchenmusik und bischöflicher Referent für Kunst und Kultur in St. Pölten. Arbeitete mit dem K.-Quartett zusammen. K. betrachtet sich aufgrund der Mischung von neuromantischen Stilelementen mit jenen der Zwölftontechnik oder der Minimal music als Vertreter der Postmoderne.
Werke
Kirchenoper Tamar [T: Christine Sommer nach Exodus] 1990; Grafenegger Messe 1995, Chorwerke (Voces 1993); Kammermusik (Quartett 1984, Fünf lyrische Sätze für Streichquartett 1986); Stücke für Kb. u. Kl. (Divertimento 1993, Concertino 1994); Liederzyklen Aus der Tiefe, Helles Wachen, dunkles Schlafen, Lieder einer bewegten Seele [T: Else Lasker-Schüler].
Schriften
Fünf lyrische Sätze für Streichquartett in ÖMZ 41/7–8 (1986); gem. m. F. Traschl, [Fs.] 600 Jahre Schule Eisgarn 1993.
Literatur
MaÖ 1997 [mit WV]; Erhart 1988; W. Dobner in ÖMZ 45/7–8 (1990).


Rainer: * 25.8.1950 Waidhofen an der Ybbs. Geiger. Begann bereits im Alter von 11 Jahren das Violinstudium und erhielt 1964–70 an der Wiener MAkad. bei F. Samohyl Unterricht. Seit 1967 (Konzert mit dem Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester) ist K. als Solist tätig. 1971 wurde er Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters. Gründete 1973 das K.-Quartett. Seit 1982 leitet K. eine Violinklasse an der Wiener MHsch. (jetzt MUniv.). Weiters hat er eine Gastprofessur in Japan inne. Seit 1985 leitet er das Wiener Ringensemble, das v. a. Walzermusik interpretiert. 1995 spielte er beim 50jährigen Jubiläum der UNO (unter G. Solti). Er spielt auch häufig mit dem Kammerorchester Waidhofen.


Ehrungen
Gewinner des Tschaikowsky-Wettbewerbs Moskau 1970; Mozart-Interpretationspreis der Mozartgemeinde Wien 1973; Prof.-Titel 1982; Goldenes Verdienstzeichen des Bundeslandes Salzburg 1985; Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1988; Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1994; Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper 2001.
Literatur
A. Pâris, Lex. der Interpreten klassischer Musik im 20. Jh. 1992; MGÖ 3 (1995); pers. Mitt. R. K.

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Küchl, Brüder‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]