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Kumpf
(Kumpff, Kumpfe, Kumpfer), Hubert
* 1755? Altötting/D,
† 12.11.1811 Wien.
Theaterdirektor und Sänger (Tenor).
Sohn des Münchner Kapellmeisters Ludwig K. (* ca. 1720, † ?), wurde er in München ausgebildet, wo er ab 1776 an der Hofoper auftrat. Ging dann nach Wien zur Theatergesellschaft E. Schikaneders (bis 1785). 1785–89 leitete er die Gesellschaft des Grafen J. N. Erdödy in Pressburg. Nach dessen Tod gründete K. eine eigene Operntruppe, in der er auch als Sänger mitwirkte (Aufführungen u. a. in Budapest). Diese wurde vom Theaterprinzipal J. Rautenstrauch für das Theater auf der Landstraße (Wien III) engagiert (Eröffnung am 11.4.1790 mit J. Haydns Oper La vera costanza). Wegen finanzieller Schwierigkeiten musste K. aufgeben und ging zur Wiener Polizei. 1794 wurde er im Zusammenhang mit der Jakobinerverschwörung vorübergehend verhaftet. Ob er danach noch am Theater tätig war, ist unklar. Seine Frau Magdalena (* ca. 1760) war Chortänzerin am Wiener Hoftheater.Lit: K-R 1997; Kosch 2 (1960); Ulrich 1997; MGÖ 2 (1995); http://www.ki3.at/bezirksinfo_ge_bau_36.htm (5/2003).
ARa
[ Zuletzt aktualisiert: 2010/03/22 09:11:33 ]
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