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Kuschnir, Kuschnir, true Boris
* 1948-10-2828.10.1948 Kiew/UA. Geiger und Pädagoge. 1966–72 Studien am Moskauer Konservatorium (bei Prof. Boris Belenky) und Kammermusik bei Valentin Berlinskij (Borodin-Quartett). Nachhaltigen Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung hatten seine wiederholten Begegnungen mit Dmitrij Schostakowitsch und David Oistrach, der ihn auch unterrichtete. 1970–79 Gründung des Moskauer Streichquartetts. Seit 1981 in Österreich. 1983 erster Konzertmeister des Bruckner Orchesters Linz. Seit 1984 Prof. am Konservatorium (heute Privatuniv.) der Stadt Wien und seit 1999 auch o. Prof. an der MUniv. Graz. Seine bekanntesten Schüler: J. Rachlin (1. Preis internationaler Eurovisionswettbewerb, Amsterdam 1988), Nikolaj Znaider (1. Preis Königin Elizabeth Wettbewerb, Brüssel 1997), Lidia Baich (1. Preis internationaler Eurovisionswettbewerb, Wien 1998), Dalibor Karvay (1. Preis internationaler Eurovisionswettbewerb, Berlin 2002) und Kirill Kobantschenko (1. Violine im Orchester der Wiener Philharmoniker), Alexandra Soumm (1. Preis Eurovisionswettbewerb, Luzern 2004), Lorenzo Gatto (2. Preis Königin Elizabeth Wettbewerb, Brüssel 2009), Eugene Chepovetsky (2. Preis Internationaler David Oistrach Violinwettbewerb, Moskau 2008, 3. Preis Louis Spohr Wettbewerb, Weimar 2013), Yuuki Wong (2. Preis Michael Hill Wettbewerb, Neuseeland 2007), Julia Turnovsky (3. Preis Internationaler David Oistrach Violinwettbewerb, Moskau 2008) und Aleksey Igudesman. Einige Schüler erhielten Professuren an diversen Univ.en, spielen in Kammerensembles und Orchestern auf der ganzen Welt – sechs seiner Schüler sind [2017] Mitglieder der Wiener Philharmoniker. Immer wieder als Dozent von Meisterklassen sowie als Jurymitglied internationaler Wettbewerbe tätig. 1984 Gründung des Wiener Schubert Trios. Zahlreiche Auftritte als Solist und Kammermusiker in den wichtigsten Musikzentren der Welt: Musikverein Wien, Teatro alla Scala (Mailand), La Fenice (Venedig), Concertgebouw (Amsterdam), Berliner Philharmonie, Wigmore Hall (London), Théâtre des Champs-Elyssés (Paris), Großer Saal Tschaikowsky Konservatorium (Moskau), lshibashi Memorial Hall (Tokio) und bei großen internationalen Festivals wie: Salzburger Festspiele, G. Kremers Lockenhaus Festival, Wiener Festwochen, Besançon/F, Washington, Spoleto/I, Neapel, Stresa/I, Bregenzer Festspiele, Swatoslaw Richter Winterfestival (Moskau). Seine kammernmusikalischen Partner waren Persönlichkeiten wie E. Leonskaja, Boris Berezovsky, Elena Bashkirova, J. Rachlin, N. Znaider, Dmitry Sitkovetsky, Yuri Bashmet, Gérard Caussé, Boris Pergamenschikow, V. Hagen (Hagen-Quartett), H. Beyerle, T. Kakuska, V. Erben (Alban Berg-Quartett), Mikhail Kopelman (Borodin Quartett) und Jean-Guihen Queyras (Guarneri-Quartett), Lawrence Power, Mischa Maisky, Renaud Capuçon, Gautier Capuçon, David Carpenter, Leiv Ove Andsnes, Jean-Yves Thibaudet, St. Vladar u. a. Produktion von zahlreichen Schallplattenaufnahmen, unter denen die Gesamteinspielung der Mozartschen Klaviertrios, die von EMI anlässlich des Mozartjahres 1991 veröffentlicht wurden, besonders herausragt. 1993 Gründung des Wiener Brahms Trios. 1991 wurde ihm in Anerkennung seiner künstlerischen Leistungen eine von der Österreichischen Nationalbank erworbenen Stradivari-Geige („La Rouse-Boughton“ von 1703) verliehen. 2002 war K. Mitbegründer des Kopelman Quartett – weltweite Konzertreisen sowie CD-Veröffentlichungen.
Ehrungen
Zahlreiche Preise bei internationalen Violin- und Kammermusikwettbewerben (Paris, Belgrad, Sion/CH, Bratislava, Florenz, Triest, Hamburg/D, Allunions Wettbewerb, Vercelli/I); mit dem Wr. Schubert Trio u. a.: Mozart-lnterpretationspreis 1988; Preis der Ernst-v.-Siemens-Stiftung 1990; Prof.-Titel 1999; Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 2008; Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse 2013; Ehrenprofessur des Chinesischen Central Conservatory of Music in Peking 2014.
Literatur
pers. Mitt.; http://www.boriskuschnir.com/de/biographie/ (10/2017).

Autor(en)
Piotr Szalsza
Johanna Kohler
Empfohlene Zitierweise
Piotr Szalsza/Johanna Kohler, Art. „Kuschnir, Boris‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 27/04/2018]