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Landstreich
Neue Volksmusik- und Kabarettgruppe. L. wurde 1991 zunächst als Quintett unter dem Namen Steirische L. gegründet. Als Studentenband spielte sie zunächst in erster Linie zu öffentlichen und privaten Anlässen. Nach dem Wegfall der Gründungsmitglieder Clemens Riegler (Steirische Harmonika) und Michael Schweiger (Bratsche) 1996 nannte sich die Band Die L., später L. Ab etwa 1999 spielte L. fast ausschließlich Konzerte auf Kleinkunstbühnen v. a. in Österreich und Bayern, im April 2005 folgte die Auflösung. Die Besetzung bestand zuletzt aus Edith Zimmermann (v., voc., Management), Christof Spörk (clar., voc.), Gerhard Draxler (kb., voc.), K. Dobrek (acc.). L. konzentrierte sich zunächst auf (neue) Volksmusik mit osteuropäischen bzw. Klezmer Einflüssen, ab der ersten CD 1995 kamen auch verstärkt kabarettistische Eigenkompositionen hinzu. Die sarkastisch-satirischen Texte stammten in erster Linie von Spörk, aber auch von Draxler, die Kompositionen von Spörk und Dobrek, dessen Akkordeon-Stil ab 1996 die Arrangements der L. wesentlich prägte. Eingebunden wurden auch Jazz, Schlager und jiddische Musik, markant war der fast ausschließlich dreistimmige Gesang von Zimmermann, Draxler und Spörk. Die beiden Letzteren steuerten kabarettistische Soloeinlagen bei. L. verband außergewöhnliche Musikalität mit Witz, Intelligenz und ungezwungener Unterhaltung.
Ehrungen
Internationaler Radio-Kabarettpreis Salzburger Stier 2003.
Werke
CDs: Die steirische L. 1995; Herzschrittmacher 1997; Spenden Sie 1999 (Doppel-CD); Stau 2001.
Literatur
R. Sommer in Augustin 54, Mai 2000; B. Gabler in Concerto 5/2003; M. Horak in Jazzzeit 42, Nov. 2003; http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Landstreich; http://www.buehnenwirtshaus.at/landstreich_leit.htm; Mitt. C. S. (11/2008).

Autor(en)
Christiane Gonzalez Mayoral
Empfohlene Zitierweise
Christiane Gonzalez Mayoral, Art. „Landstreich‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 10/03/2009]