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Lang, Lang, true Bernhard
* 1957-02-2424.2.1957 Linz. Komponist. Studierte 1972–75 Musik am Bruckner-Konservatorium Linz, ab 1975 in Graz Philosophie und Germanistik, Jazztheorie (bei D. Glawischnig), Klavier (bei H. Neuwirth), Harmonielehre und Komposition bei A. Dobrowolsky (1988 Kompositionsdiplom) sowie Kontrapunkt (bei H. M. Preßl). 1977–81 Arbeit mit diversen Jazzgruppen als Komponist, Arrangeur und Pianist. 1984–89 lehrte er am Landeskonservatorium Graz. Seit 1985 Beschäftigung mit elektronischer Musik, ab 1988 Entwicklung eines Kompositions-Programms. Weiterführende Kompositionsstudien bei G. Neuwirth und G. F. Haas. 1987 gründete L. die Grazer Komponistengruppe die andere saite. Ab 1989 Lehrauftrag für Tonsatz bzw. Harmonielehre an der Grazer MHsch. Seit 1999 ist er freischaffender Komponist in Wien. Projekte u. a. mit W. Ritsch und Ch. Fennesz. Seit 2003 a.o. Prof. für Komposition an der MUniv. Graz sowie intensive Beschäftigung mit Tanz, Zusammenarbeit mit Xavier Le Roy, Willi Dorner und Christine Gaigg. 2007/08 „Composer in Residence“ am Theater Basel/CH, 2013 Gastdozent für Komposition in Luzern/CH, 2014 ging er einem Mentorenprojekt in Potsdam/D nach. L. gastierte bei zahlreichen Festivals (u. a. Moskau Alternativa Festival, Steirischer Herbst, Herbstfestival 98 Lissabon, Wien Modern, Münchner Opernspiele, Salzburger Festspiele, Warschauer Herbst, Disturbances [Musiktheaterworkshop Kopenhagen 2003], Moving Sounds New York, Ostrava Days [2009–15]).
Ehrungen
Musikförderungspreis der Stadt Graz 1986; 1. Preis beim Internationalen Alpen-Adria Kompositionswettbewerb 1988; Förderungspreis des Musikprotokolls 1988; Würdigungspreis des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung 1989; Andrzej Dobrowolski-Preis des Landes Steiermark 2001; Anton Bruckner-Stipendium des Landes Oberösterreich 2001; Niederösterreichischer Kulturpreis (Anerkennungspreis) 2005; Preis der Stadt Wien in der Kategorie „Musik“ 2008; Capell-Compositeur der Sächsischen Staatskapelle Dresden/D 2008/09; Erste-Bank-Kompositionspreis 2009; Outstanding-Artist-Award 2014 (Kategorie „Musik/Komposition“).
Werke
Kleine Welten. 2. Streichquartett 1991; Brüche f. Klar., Streichquartett u. präpariertes Kl. 1992; Rondell-Remise für mobiles Kammerensemble, Mezzosopran und Viola 1993; Felder f. Streichorch. I. u. II 1994; Icht I für Mezzosopran und 8 Instrumente 1994; Icht II f. Stimme, Tonband u. Live-Elektronik 1995; Hommage à Martin Arnold 1 f. Tonband u. 2 für Sinfonieorch. 1996; Differenz/Wiederholung 1–5 (für unterschiedliche Besetzungen) 1998–2000; Der Blutige Ernst (Theatermusik, Burgtheater Wien) 2001; Der Himmel ist Bodenlos (Wien 2001); DW6a für E-Viola/E-Violine und Loop-Generator 2002; Monadologie I-XXIX (Werkzyklus 2007–2014). Klanginstallationen: Schwarze Bänder 2006; Die Gläserne Kapelle. Interaktive Klanginstallation in der Gläsernen Manufaktur anlässlich des 460. Geburtstages der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Kompositionen für Musiktheater: u. a. Das Theater der Wiederholungen 2003; operation capablanca 2005; I hate Mozart 2006; Montezuma Fallender Adler. Musiktheater nach Texten von Christian Loidl (2007–09); Haydn in der Hölle 2010; The Stoned Guest 2013; Der Reigen 2014; Der Golem 2016. Filmmusik: u. a. Hafners Paradies 2007; Mosaik Mécanique (Musik/Installation).
Schriften
Diminuendo. Über selbstähnliche Verkleinerungen in R. R. Höldrich (Hg.), Die Klangwelt am Rande der Datenautobahn 1996.
Literatur
MaÖ 1997; Goertz 1994; http://members.chello.at/bernhard.lang (10/2017); www.wien.gv.at (12/2008); www.wikipedia.org (10/2017).

Autor(en)
Alexander Rausch
Johanna Kohler
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch/Johanna Kohler, Art. „Lang, Bernhard‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 27/04/2018]