Lauska (Louska), Franz Seraphinus (František Ignác)
* 13.1.1764 Brünn, † 18.4.1825 Berlin. Komponist und Pianist. Erhielt seine erste musikalische Ausbildung in Brünn und kam 1784 nach Wien, wo er wahrscheinlich Schüler von J. G. Albrechtsberger wurde. Ging dann nach Italien (Mailand, Rom) und nach München (als Kammermusikus). Konzertreisen führten ihn durch Deutschland und nach Kopenhagen; er wirkte auch in Hamburg. Ab 1798 war L. in Berlin, wo er sich vermutlich 1799 niederließ, als Pianist und Pädagoge so erfolgreich, dass er die Königsfamilie unterrichtete; auch G. Meyerbeer wurde sein Schüler. 1799 wurde er Mitglied der Singakademie und leitete 1802 in Vertretung Carl Friedrich Zelters die Proben. Er komponierte Gesänge für dessen Liedertafel, in die er 1809 eingetreten war (Männergesang). 1821 unternahm er eine Italienreise. Er war mit C. M. v. Weber befreundet und lernte wahrscheinlich L. v. Beethoven, für den er Korrektur las, persönlich kennen.
W: Klavierwerke (Sonaten, Variationen, Polonaisen, Rondos); Messe, Offertorium; Chöre, Lieder.
Schr: Klavierschule 1813.
Lit: LdM 2000 [mit WV]; MGG 10 (2003) u. 8 (1960) [mit WV]; NGroveD 14 (2001); ÖBL 5 (1972); Riemann 1961; Wurzbach 14 (1865); EitnerQ 6 (1902); GerberNTL 3 (1813); Dlabacz 1815; MGÖ 2 (1995).


ARa  
[ Zuletzt aktualisiert: 2010/03/22 09:11:39 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
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