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Lawatsch, Lawatsch, Otto: Familie
Otto: * 1882 -01-1010.1.1882 Franzendorf bei Reichenberg (Františkov u Liberce/CZ), † 1945 -09-2424.9.1945 Salzburg. Volksliedforscher. Studierte Technik in Wien, Graz und Leoben und wurde Bauingenieur in Graz. Seit dem Ende des Ersten Weltkrieges pflegte er freundschaftliche Kontakte zu Viktor von Geramb und V. Zack und war unter deren Einfluss von 1927–37 Mitarbeiter der Wiener Zeitschrift Das deutsche Volkslied. Dadurch entstanden Bekanntschaften mit Volksliedforschern aus dem Kreis um J. Pommer (K. M. Klier, K. Liebleitner, R. Zoder, G. Kotek) und L. begann selbst mit dem Sammeln von Volksliedern (Volksmusikforschung). Daneben war er auch Mitarbeiter der steirischen Blätter für Heimatkunde. Am bekanntesten wurde seine Edition steirischer Volkslieder (1935).
Schriften
gem. m. F. Kelbetz (Hg.), 42 echte Volkslieder und Jodler aus der grünen Mark 1935.


Seine Tochter Gundhild (Gundl) Holaubek-L.: * 14.7.1919 Graz, † 21.3.2015 Graz. Volkskundlerin und Volksliedforscherin. Studierte 1937–46 Philosophie, Germanistik und Volkskunde an der Univ. Graz (Dr. phil.). 1947–81 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Steirischen Volkskundemuseum in Graz, in dessen Zuständigkeitsbereich ab 1947 auch das Steirische Volksliedarchiv (seit 1974 Teil des neu gegründeten Steirischen Volksliedwerks) fiel, das H.-L. gemeinsam mit ihrem ersten Vorgesetzten und ehemaligen Lehrer, V. Geramb, betreute. Nach dessen Tod hatte sie auch wesentlichen Anteil an der Gestaltung des Singens der Alten Hirten- und Krippenlieder in der St. Antoniuskirche in Graz. Seit 1948 schuf sie als freie Mitarbeiterin für den ORF mehr als 20 Jahre lang zahlreiche Sendungen über Volkslied und Volksmusik. Ab 1966 Mitarbeit an zahlreichen steirischen Landesausstellungen, darunter Musik in der Steiermark 1980. Daneben war sie im Steirischen Volksbildungs- sowie Heimatwerk tätig, wo sie sich neben steirischer Mundart v. a. mit Trachten beschäftigte. Im Zuge einer Erneuerungsbewegung seit 1974 wurde ein Großteil der steirischen Blasmusikkapellen mit neuen Trachten ausgestattet, auf deren Auswahl H.-L. durch ihre Forschungstätigkeit und als Mitarbeiterin im Steirischen Blasmusikverband großen Einfluss hatte.


Schriften
Die Mundart des Gerichtsbezirks Oberwölz, Diss. Graz 1946; Alte Volkskunst – Steirische Trachten 1983, 21993; zahlreiche Aufsätze; ca. 200 Tonbandaufnahmen.
Literatur
M. Mogel in JbÖVw 50 (2001) [mit Schriftenverzeichnis zu G. H.-L.]; StMl 1962–66; [Kat.] Musik i. d. St. 1980; Mitt. Archiv Steirisches Volksliedwerk.

Autor(en)
Alexander Rausch
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch/Monika Kornberger, Art. „Lawatsch, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]