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Leitgeb Leitgeb true (Leutgeb), Joseph
* 1732 -10-066.10.1732 Neulerchenfeld (Wien XVI ), † 1811 -02-2727.2.1811 Altlerchenfeld (Wien VIII). Hornist. Sohn des Geigers (und Tagwerkers) Leopold L., möglicherweise identisch mit dem am 4.6.1789 im Alter von 93 Jahren in Wien verstorbenen Musiker gleichen Namens. Lt. J. C. Ditters v. Dittersdorf (Lebensbeschreibung) trat L. in den frühen 1750er Jahren als Hornvirtuose beim Prinzen Hildburghausen auf, 1761–63 konzertierte er im Burgtheater (darunter vermutlich J. Haydns Hornkonzert Hob. VIId:3, das für L. geschrieben worden sein dürfte). Nach einer kurzzeitigen Anstellung bei der Familie Esterházy 1763, war er 1763–73 Hornist in der Salzburger fürsterzbischöflichen Kapelle. Konzertreisen führten ihn u. a. nach Frankfurt a. M./D, Paris, Wien und Italien. 1777 kehrte L. nach Wien zurück, ca. 1786, dem Jahr seiner Aufnahme in die Tonkünstler-Sozietät, war er Hornist beim Fürsten Grassalkovics in Pressburg. Finanziell wurde er u.a. von L. Mozart unterstützt. In den vom befreundeten W. A. Mozart 1780–90 für L. komponierten Konzerten (KV 417, 495, 412/386b [514]) – dazu vermutlich auch das Quintett KV 407/386c – wird L.s Meisterschaft deutlich. Seit 1792 trat L. anscheinend nicht mehr als Hornist an die Öffentlichkeit. – J. L. ist nicht zu verwechseln mit Franz Anton L. (1747–1812), der vermutlich als unbekannter „grauer Bote“ im Auftrag des Grafen Wallsegg bei W. A. Mozart das Requiem KV 626 bestellte.
Literatur
NGroveD 14 (2001) [Leutgeb]; Hintermaier 1972; E. Radant/H. Ch. Robbins Landon in HaydnJb 18 (1993); E. Schenk,Mozart 21975 [Leutgeb] u. a. Mozart-Lit.; MGÖ 2 (1995); M. Lorenz, A little Leitgeb Research (http://michaelorenz.blogspot.co.at, 11/2013).

Autor(en)
Uwe Harten
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten/Christian Fastl, Art. „Leitgeb (Leutgeb), Joseph‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]