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Lemoch, Lemoch, true Brüder
Ihr Vater war Schullehrer und Kantor und sorgte als solcher für die musikalische Ausbildung seiner Söhne.

Ignaz: * 7.8. (Wurzbach: 4.) 1802 Netwořitz/Böhmen (Netvořice/CZ), † 21.8.1875 Lemberg/Galizien (L’viv/UA). Mathematiker und Komponist. Studierte in Prag und war 1840–70 Prof. für Mathematik an der Univ. Lemberg (1843 Dekan, 1854/55 Rektor).


Schriften
Lehrbuch der praktischen Geometrie 1849 (21857).


Johann Nepomuk: * 16.4.1810 Netwořitz, † 28. (Wurzbach: 25.) 12.1863 Krakau (Kraków/PL). Sänger und Pianist. L. absolvierte seine Gymnasialstudien in Prag, war zunächst v. a. als Solosänger tätig und ließ sich später als Klavierlehrer in Krakau nieder. Zu seinen Schülern zählte u. a. E. W. Smietański.


Werke
Kirchenmusik, Lieder.


Vincenz: * 7.2.1792 Netwořitz, † nach 1824 (Wien?). Pianist und Musikpädagoge. L. studierte Musik in Prag bei Bernhard Václav Štăstný und wurde anschließend Organist im St. Margarten-Kloster in Břewnow bei Prag. Musiklehrer einer Adelsfamilie in Lemberg und ab 1820 Klavierbegleiter der Sängerin A. Catalani. Mit ihr bereiste er Spanien, Frankreich sowie England und trat 1821 auch in Wien als Solist erfolgreich auf, wo er Kontrapunktunterricht bei A. Salieri nahm. Ab 1824 war L. als Musikpädagoge in Moskau tätig, gegen Ende seines Lebens soll er nach Wien zurückgekehrt sein.


Literatur
ÖBL 5 (1972); Wurzbach 14 (1865); Mendel-R. 6 (1876).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Lemoch, Brüder‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]