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Leopold Leopold true (Lepold, Lewpold), Nikolaus
* --zw. 1488/91 Innsbruck, † 1535 -10-033.10.1535 Brixen/Südtirol. Geistlicher, Schulmeister und Musiker. Sohn des Innsbrucker Gastwirts und Ratsbürgers Heinrich L. († 1519), der vor 1480 aus Münchberg in Oberfranken/D zugezogen war, aber ältere Südtiroler Wurzeln (Passeier) besaß. Über die Jugendjahre und Studien (vermutlich zunächst Lateinschule in seiner Vaterstadt, dann vielleicht an einer italienischen Univ.) von N. L. ist nichts bekannt. 1511 ist er in Innsbruck als Schulmeister und Leiter der Kantorei von St. Jakob (wo der Vater auch Kirchenpropst war) belegt, kurz darauf scheint er die Stadt verlassen und ein Jusstudium absolviert zu haben. In dem Chorbuch München, Bayer. Staatsbibl., Mus. ms. 3154 (sog. „Codex L.“), von dem er wenigstens die Faszikel 37, 47 und 27–28 besaß oder auch geschrieben hat, bezeichnet er sich selbst als „magister nicolaus leopold ex insprugga“. Es enthält Motetten, Offizien sowie Ordinariums- und Propriumszyklen der Zeit von ca. 1466 bis 1511, schließt also zeitlich an die Trienter Codices an. 1515 wurde N. L. (inzwischen „juris doctor“) Kanoniker in Brixen, nahm anschließend die Weihen und erhielt 1521 die Pfarre Fließ (Oberinntal). Er beschäftigte sich auch mit Geographie.
Werke
NA: Erbe dt. Musik 80–83 (1987–94).
Literatur
E. Fässler in E. Fässler (Hg.), [Fs.] W. Senn 1975; T. Noblitt in AfMw 26 (1969); T. Noblitt in Mf 27 (1974); W. Steiner in K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 1 (2001).

Autor(en)
Rudolf Flotzinger
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Leopold (Lepold, Lewpold), Nikolaus‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]


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Weiterführende Literatur (OBVSG)

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