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Limmer, Limmer, true Franz (eig. Franciscus Seraphicus)
* 1807-10-022.10.1807 [nicht 1808] Wien, † 1857-01-1919.1.1857 Temesvár/Siebenbürgen (Timişoara/RO). Kapellmeister und Komponist. Der Sohn eines Zeugmachergesellen und späteren Seidenzeugfabrikanten erhielt seine musikalische Ausbildung in Wien von I. Ritter v. Seyfried und trat schon früh als Geiger und Pianist, später auch als Komponist (ab 1823 Unterricht von E. Kessler) an die Öffentlichkeit. 1834 wurde er als Kapellmeister des deutschen Theaters nach Temesvár berufen und wirkte dort 1845–57 auch als Domkapellmeister und -organist. Etliche seiner Werke bleiben zwar verschollen (u. a. eine Serenade für Männerchor, 1846 zu Ehren von F. Liszts Besuch in Temesvár entstanden); Aufführungen der in den letzten Jahren in österreichischen und rumänischen Archiven aufgefundenen Kompositionen bewirkten aber „eine wahre L.-Renaissance“. Seine 1825 für die Wiener Augustinerkirche komponierte Missa solemnis wurde sogar erst 2001 in einer Wiener Pfarre wiederentdeckt (2002 in München aufgeführt). Seine Schwester Aloysia (* 21.6.1812 Wien, † ?) war Sängerin, u. a. in Temesvár.
Werke
Oper Die Alpenhütte 1845 (T: Alexander Schmidt); 2 Messen u. a. Kirchenmusik; Symphonien; Kammermusik (u. a. Quartette für 4 Vc.); Chöre; Lieder.
Literatur
Siebenbürgische Zeitung 2. u. 31.10.2002; Wurzbach 15 (1866); Der Humorist 8.4.1845, 336; Wr. Ztg. 23.1.1843, 94; Tagebuch v. E. Kessler (Ms., Hs.slg. A-Wst); Taufbuch der Pfarre St. Florian (Matzleinsdorf, Wien V) 1807–08, [1807] fol. 33; www.banaterra.eu/ (1/2019).

Autor(en)
Uwe Harten
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten/Monika Kornberger, Art. „Limmer, Franz (eig. Franciscus Seraphicus)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 28/02/2019]