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Linke Linke true (Lincke), Joseph
* 1783 -06-088.6.1783 Trachenberg/Preußisch Schlesien (Żmigród/PL), † 1837 -03-2626.3.1837 Wien. Cellist und Komponist. Erhielt ersten Klavier-, Violin- und Violoncellounterricht von seinem Vater, der als Violinist in der Kapelle eines Grafen Hatzfeld (Franz Ludwig?) engagiert war, sowie von Heinrich Siegmund Oswald. 1795 kam er ins Domkloster zu Breslau (Wrocław/PL), wo er Musikunterricht vom Organisten Anton? Hanisch sowie von den Cellisten Flemmung (= Wilhelm Flemming?) und Lo(h)se erhielt. Letzterem folgte er als erster Cellist im Theaterorchester Breslau unter C. M. v. Weber nach, 1808 ging L. nach Wien. Hier gehörte er dem Streichquartett des Grafen Andreas Kyrillowitsch v. Rasumowsky an (1808–15) und war Kammermusiker der Gräfin Maria Anna v. Erdödy (1815). 1816–18 auf Reisen, ab 1818 Solocellist im Orchester des Kärntnertortheaters sowie ab 1831 Mitglied des Hofopernorchesters. Mit L. v. Beethoven befreundet und mit Fr. Schubert bekannt, schrieb Ersterer die beiden Sonaten für Violoncello und Klavier op. 102 für ihn. L. wirkte auch bei der UA mehrerer kammermusikalischer Werke Schuberts mit (z. B. Streichquartett D 804 u. Klaviertrio D 929).
Werke
Konzert für Vc. (verschollen), Variationen und Capricen für Vc.
Literatur
SchlMl 2001; ÖBL 5 (1972); NGroveD 14 (2001); Wurzbach 15 (1866); Mendel-R. 6 (1876); Riemann 1961 u. 1975; A. Wheelock-Thayer et. al., Ludwig van Beethoven’s Leben 1866–1908; BeethovenH 1926; P. Nettl, Beethoven Encyclopedia 1956; SchubertL 1997; Deutsch, Schubert Dokumente 1980; Deutsch, Schubert Erinnerungen 1957.

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Linke (Lincke), Joseph‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]