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Lorenz,
Alfred Ottokar
* 11.7.1868 Wien,
† 20.11.1939 München/D.
Dirigent, Komponist, Musikwissenschaftler.
Der Sohn des Historikers Ottokar L. (1832–1904) und Bruder des Chemikers Richard L. (1863–1929) studierte ab 1885 in Jena/D, Leipzig/D und Berlin Musikwissenschaft (u. a. bei Philipp Spitta). 1893–1904 als Solokorrepetitor und Theaterkapellmeister in Königsberg (Kaliningrad/RUS), Elberfeld/D und München tätig. Anschließend war L. bis 1919 Hofkapellmeister in Coburg/D und Leiter des Musikvereins Gotha/D sowie des Oratorienvereins Coburg. Nach seinem Doktorat (1922) wurde er 1923 Lektor für Musiktheorie und Musikgeschichte, 1926 Honorarprof. für Musikwissenschaft an der Univ. München. Seine Arbeiten sind teilweise von der nationalsozialistischen Rassenlehre geprägt (Parteimitglied ab 1931).
W: Helges Erwachen (Oper);Ingraban (dramatische Szene), Orchesterwerke; Lieder: Kammermusik.
Schr: Das Geheimnis der Form bei Richard Wagner, 4 Bde. 1924–33; Alessandro Scarlatti’s Jugendoper 1927; Abendländische Musikgesch. im Rhytmus [!] der Generationen 1928; Abhandlungen in Fachzss.
Lit: ÖBL 5 (1972); NGroveD 15 (2001); MGG 8 (1960); Riemann 1961 u. 1975; Müller-Asow 1929; F-A 1936 u. 2 (1978); Personenlex. Öst. 2001.
ChF
[ Zuletzt aktualisiert: 2012/01/25 16:24:02 ]
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