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Losonczy, Losonczy, true Andor
* 1932 -06-022.6.1932 Budapest. Komponist und Pianist. Studierte 1948 am Konservatorium in Pécs/H Klavier (bei J. Takács) und Komposition, danach am Konservatorium und an der MHsch. Budapest Klavier (bei Pál Kadosa) und Komposition (bei Endre Szervánszky). Diplom 1955. Bei den Darmstädter Ferienkursen erhielt er eine weitere Ausbildung bei E. Steuermann (ca. 1959–66). L., der seit 1955 Konzertpianist (auch mit eigenen Werken) ist, leitet seit 1986 eine Klavierklasse (mit besonderer Berücksichtigung des zeitgenössischen Repertoires) an der Hochschule für Musik und darstellende KunstMozarteum Salzburg. Daneben war er Assistent im dortigen elektronischen Studio. Die frühe Beschäftigung mit atonaler und serieller Musik führte L. in den 1950/60er Jahren zur Collage-Technik, elektronischen Musik und Sprachkomposition (mit dadaistischen Elementen).
Ehrungen
Liszt-Preis, Budapest 1956; Kranichsteiner Musikpreis, Darmstadt 1960; Förderungspreis des Ministeriums u. Staatsstipendium für Komposition 1979; Premio Internazionale „Le Muse“, Florenz 1986; Preis des ORF.
Werke
Orchesterwerke (Zwei Bilder 1950 [UA 1993], Fanal 1989); Werke f. Chor u. Ensemble (Black Box 1969, White Box 1981); Pantomime Wo sind die Knochen (T: Gerhard Amanshauser); Kammermusik (Zyklen Growth Structures 1978, Piranhas 1981, Hydra 1985 f. versch. Besetzungen, Crincrin f. Va. 1987), Klavierstücke (Clusters 1969, écriture automatique 1973, Lauffeuer 1990).
Schriften
Das transzendentale Tonsystem 1975.
Literatur
MaÖ 1997 [mit WV]; Goertz 1979 u. 1994 [mit WV]; F-A 2 (1978); W. Szmolyan in ÖMZ 25/7 (1970), 407; MGÖ 3 (1995).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Losonczy, Andor‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]