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MašekMašekVáclav Vincenc: (Maschek, Machek), Familie
Václav Vincenc: * 1755-04-044.4.1755 Zwikowecz/Böhmen (Zvíkovec/CZ), † 1831-11-1515.11.1831 Prag. Komponist. Wurde von seinem Vater Tomáš M. in die Musik eingeführt und war in Prag als Pianist – auch gemeinsam mit seiner Frau Johanna (* ?, † 7.11.1808 Prag) –, Kirchenmusiker und Chorleiter der Deutschen Oper tätig. Mit besonderem Augenmerk auf die Form schuf er klassizistische Werke, auch für seltene konzertante und kammermusikalische Besetzungen.
Werke
2 Opern (Der Ostindienfahrer, Der Spiegelritter), Kirchenmusik, konzertante Musik für Kl., Kammer- und Klaviermusik, Lieder, Musik für Glasharmonika.


Sein Bruder Pavel Lambert:* 14.9.1761 Zwikowecz, † 15.11.1826 Wien. Komponist und Lehrer. Musikunterricht beim Vater. Übersiedelte 1792 nach Wien, wo er Klavier und Komposition unterrichtete. Seine Werke veröffentlichte er in Wien und Bonn/D.


Werke
2 Opern (Waldegraf der Wanderer, Der Riesenkampf), Kantaten, Symphonien, Streichquartette, Lieder, Klaviermusik.


Vincenc M.s Söhne

Kašpar (Gašpar): * 6.1.1794 Prag, † 13.5.1873 Laibach. Komponist. Nach dem Studium in Prag war er Militärkapellmeister in Russland und Kirchenmusiker in Prag. Über Graz kam er 1820 nach Laibach und wurde Leiter des Ständetheaters. Er dirigierte Opernvorstellungen und unterrichtete weiter an der MSch. der Philharmonischen Gesellschaft, danach an der Öffentlichen MSch., später auch einige bedeutende slowenische Komponisten. M. war ein origineller und fruchtbarer Komponist, der sich an die Frühromantik (Romantik) anlehnte.


Werke
2 Opern (Emina 1827, Die Unbekannten 1829); Operette Die Strafbaren 1830; Kantaten, Messen u. a. Kirchenkompositionen, Lieder, Kammer- und Klaviermusik.


Albin: * 10.10.1804 Prag, † 24.3.1878 Prag. Chorleiter, Organist, Komponist. War in seiner Heimatstadt als Kirchenmusiker und Komponist von überwiegend kirchlichen Werken tätig.

Gašpars Sohn

Kamilo: * 11.7.1831 Laibach, † 29.6.1859 Stainz/St. Komponist, Lehrer. Studierte beim Vater und 1850–52 in Wien (bei H. Proch und A. E. Titl), war Mitglied der Philharmonischen Gesellschaft in Laibach, privat unterrichtete er in Mähren. Ab 1854 lehrte er als Nachfolger seines Vaters an der Öffentlichen MSch., leitete den Chor der Philharmonischen Gesellschaft in Laibach, veröffentlichte musikalische Handbücher und war Redakteur der kirchenmusikalischen Monatszeitschrift Cäcilia mit gebräuchlichen Kirchenkompositionen, auch für Kinderstimmen mit Hinweisen auf die Harmonielehre. K. M. schuf frühromantische Chorkompositionen und Lieder und schrieb auch Kammermusik- und Orchesterwerke.


Werke
Chöre, Kammermusik, Ouvertüre; Musikalischer Katechismus 1858; Dt.-slowenische Gesangsschule 1859; Cäcilia 1857–59.
Literatur
E. Škulj (Hg.), Maškov zbornik [M.-Sammelband] 2002; MGG 8 (1960); NGroveD 16 (2001); Slovenski Biografski Leksikon 2 (1933–52); Enc. Slov. 7 (1993); F. Rakuša, Slovensko petje v preteklih dobah [Der slowenische Gesang in der Vergangenheit] 1890, 93–99; Wurzbach 17 (1867); StMl 1962–66.

Autor(en)
Tomaž Faganel
Empfohlene Zitierweise
Tomaž Faganel, Art. „Mašek (Maschek, Machek), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]