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Melichar,
Alois
* 18.4.1896 Wien,
† 9.4.1976 München/D.
Dirigent, Komponist, Musikschriftsteller.
Ausbildung in München und 1917–20 an der Wiener MAkad. (Klavier bei L. Thern, Musiktheorie bei J. Marx, auch Gesang und Pauke) und 1920–23 an der MHsch. in Berlin (Komposition bei F. Schreker). 1923–26 Musikdirektor und Gesangslehrer an der deutschen Oberrealschule in Helendorf/Aserbeidschan, wo er sich auch mit kaukasischer Volksmusik beschäftigte; 1926/27 Musikreferent der Deutschen Allgemeinen Zeitung; 1927–33 Hausdirigent der Deutschen Grammophon-Gesellschaft; ab 1933 als Filmkomponist erfolgreich, 1946–49 Leiter der Abteilung Ernste Musik beim
Sender Rot-Weiß-Rot
in Wien; dirigierte am 16. und 17.2.1949 im Großen Musikvereinssaal das Franz-Schmidt-Gedächtniskonzert der
Wiener Symphoniker. Als Komponist zunächst von Max Reger, J. Marx und dem Impressionismus beeinflusst, wandte er sich später dem Neoklassizismus (Klassizismus) zu. Als Publizist verfasste er polemische Schriften gegen die Moderne bzw. Neue Musik.W: Chor- und Orchesterwerke (Baron-Neuhaus-Suite, Symphonische Dichtung Der Dom, Wr. Impressionen), Lieder; Hörspiel- und Filmmusik (Walzerkrieg [1965 UA als Operette], Land des Lächelns [nach F. Lehár], Das doppelte Lottchen, Michelangelo, Rembrandt, Nanon, Dunja, Abschiedswalzer [mit dem Evergreen In mir klingt ein Lied nach einer Melodie von F. Chopin], Ludwig II. [Rich. Wagner-Potpourri]).
Schr:
Musikfilm und Film-Musik
in Dt. Musikjahrbuch 1937;
Die unteilbare Musik
1952;
Überwindung des Modernismus
1954;
Musik in der Zwangsjacke
1958;
Schönberg und die Folgen
1960.
Lit: Riemann 1961 u. 1975; MGG 9 (1961) u. 16 (1979); Czeike 4 (1995); NDB 17 (1994); Personenlex. Öst. 2001; Lang 1974 u. 1986; R. F. Brauner in ÖMZ 3 (1948); P. J. Korn, Apropos Zwangsjacke. Eine Analyse der Angriffstaktik gegen A. M. 1959; H. Kaufmann in
Forum
10 (1962).
BB
[ Zuletzt aktualisiert: 2011/08/31 13:02:51 ]
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