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Milder, Milder, Gottlieb Siegmund: Familie
Gottlieb Siegmund: * --ca. 1746 Salzburg, † 1817 -06-099.6.1817 Salzburg. Organist und Komponist. Sohn eines Hoflakaien, besuchte ab dem 12. Lebensjahr das Univ.sgymnasium Salzburg und war im Anschluss Organist an der Univ.skirche. Ab ca. 1786 vertrat er M. Haydn und F. I. Lipp an der Orgel des Doms, 1798 wurde er Lipps Nachfolger als Domorganist. 1811–17 war er auch Klavierlehrer im Kapellhaus.
Werke
Kirchenmusik.


Seine Nichte Pauline Anna (M.-Hauptmann): * 13.12. [Wurzbach, NDB: 20.4.; Ulrich: 13.9.] 1785 Konstantinopel (Istanbul)/TR, † 29.5.1838 Berlin. Sängerin (Sopran). Seit 1795 in Wien, wurde sie von S. R. v. Neukomm, J. Tomaselli sowie A. Salieri ausgebildet. 1803 engagierte sie E. Schikaneder an das Theater an der Wien, wo sie in einer Oper von F. X. Süßmayr debütierte. 1805 an das Kärntnertortheater verpflichtet, gab sie ab 1811 mehrere Gastspiele in Deutschland. 1816–29 in Berlin erfolgreich (1829 sang sie das Sopransolo in der Aufführung von J. S. Bachs Matthäuspassion durch Felix Mendelssohn Bartholdy), widmete sie sich anschließend v. a. ihrer Gastspieltätigkeit in Dänemark, Schweden und Russland. 1834 nochmals in Berlin, gab M. 1836 in Wien ihren Bühnenabschied. Komponisten wie L. v. Beethoven (Fidelio), Fr. Schubert, J. Weigl und L. Cherubini schrieben Werke bzw. Rollen für sie, M. war für die Wiener und Berliner Renaissance der Werke Ch. W. Glucks mitverantwortlich. Deren Schwester

Jeanette Antonie (Bürde-M.): * 11.11.1799 Hütteldorf (heute Wien XIV), † nach 1849 Berlin?. Sängerin, Pianistin, Komponistin. Erhielt früh Klavierunterricht (bei L. Mälzel) sowie Gesangsstunden (bei J. Tomaselli und G. Liverati) in Wien. 1816 folgte sie ihrer Schwester nach Berlin, wo sie zunächst als Konzertpianistin auftrat. Ab 1821 als Sängerin tätig, wurde sie 1823 Mitglied der Berliner Singakademie. Von Carl Friedrich Rungenhagen beeinflusst, begann sie zu komponieren und trat nur mehr als Konzertsängerin an die Öffentlichkeit. Verheiratet war sie mit dem Maler Friedrich Leopold Bürde (1792–1849), nach dessen Tod arbeitete sie in Berlin als Gesangs- und Klavierpädagogin.


Werke
Duett, Lieder.
Literatur
NDB 17 (1994); K-R 1997 [Bürde-M., M.] u. 2000; NGroveD 16 (2001); ÖBL 6 (1975); MGG 9 (1961); Hintermaier 1972; Riemann 1961; Kosch 2 (1960); Eisenberg 1903; Mendel-R. 2 (1872) [Bürde] u. 7 (1877); ADB 21 (1885); Wurzbach 8 (1862) [Hauptmann, Peter] u. 18 (1868); Marx/Haas 2001 [Bürde]; EitnerQ 6 (1902); F-A 1936; Ulrich 1997 [M., Bürde-M.].

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Milder, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 01/10/2004]