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MojsisovicsMojsisovicstrue-Mojsvár, Roderich Edmund Ladislaus Anton Julius von
* 1877-05-1010.5.1877 Graz, † 1953-03-3030.3.1953 Bruck an der Mur/St. Dirigent, Komponist und Pädagoge. Sein Vater war der aus ungarischem Adel stammende Anatom und Zoologe August M. Edler v. Mojsvár. R. v. M. studierte Jus an der Univ. Graz (1900 Dr. jur.) sowie – aufgrund seiner von S. v. Hausegger geförderten Begeisterung für Rich. Wagner – Musiktheorie und Komposition an der Schule des Musikvereins für Steiermark (1896–99 bei E. W. Degner), am Kölner Konservatorium und an der Münchner MAkad. (bis 1902). 1898/99 war M. 2. Chormeister beim Grazer Schubertbund, 1899 Gründer und bis 1901 Leiter des Deutsch-evangelischen Gesangvereins in Graz, 1903–05 des Brünner MGV.s und Gastdirigent des dortigen Deutsch-akademischen Gesangvereins. 1905–08 unternahm er Konzertreisen, 1908 und 1910 war er Schriftleiter des Musikalischen Wochenblatts in Leipzig/D, 1909 Leiter der MSch. in Pettau/D. 1911–32 kehrte er als Leiter der Schule des Musikvereins für Steiermark (seit 1920 Konservatorium) nach Graz zurück. Ab 1932 lehrte er am Trapp’schen Konservatorium in München und war auch als Dirigent und Musikkritiker tätig. 1941–44 unterrichtete er in Mannheim/D, Heidelberg/D und Bruck an der Mur, danach wieder in Graz (1945–48 Vorlesungen über Operndramaturgie). Kompositionsschüler waren u. a. W. Bloch, G. Eisel, H. Holenia, A. Pachernegg, O. Siegl, E. L. Uray, G. v. Zieritz und Max Schönherr. Als Komponist zahlreicher und vielseitiger Werke war M. Vertreter einer konservativen Richtung, zunächst – einen „schwelgerischen, dynamisch oft übersteigerten Ton“ anschlagend – von den Neudeutschen und Max Reger beeinflusst. In den 1920er Jahren tendierte er zur Vereinfachung; er versuchte, neben musikalischem Empfinden auch Farbeindrücke hervorzurufen. Sein Werk geriet nach seinem Tod in Vergessenheit.
Gedenkstätten
Gedenktafel an seinem Geburtshaus, Gartengasse 2, Graz.
Ehrungen
Prof.-Titel 1925; Großer Staatspreis für Musik 1934.
Werke
Opern (Die Fischer von Vimereux 1897; Tantchen Rosmarin 1913; Der Zauberer 1926; Die Locke 1928; nicht aufgeführt: Claudine von Vilabella [T: Johann Wolfgang v. Goethe]; Messer Ricciardo Minutolo [T: R. M.]; Die roten Dominos); Märchenspiel Merlin 1921; Melodram Ninion 1907; Marionettenspiel König Mensch 1927; Orchesterwerke (6 Symphonien, Konzerte); Kammer- u. Klaviermusik (s. Abb.); Orgelwerke; Chorwerke (für gemischte wie für Frauen- bzw. Männerchöre), Lieder; Volksliedbearbeitungen.
Schriften
E. W. Degner 1909; Max Reger 1911; Bach-Probleme. Polyphone Klaviermusik 1930; Aufsätze; zahlreiche Rezensionen, besonders für die Münchener Neuesten Nachrichten 1935–41.
Literatur
K. Haidmayer, R. v. M. Leben u. Werk, Diss. Graz 1951; MaÖ 1997; NGroveD 16 (2001); Ulrich 1997; MGG 9 (1961); StMl 1962–66; Riemann 1961 u. 1975; R. Fischer, Dt. Chormeisterbuch 1925; Kosch 2 (1960); Stieger II/2 (1977); MGÖ 3 (1995).

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Mojsisovics-Mojsvár, Roderich Edmund Ladislaus Anton Julius von‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]

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