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Molden, Molden, true Ernst
* 1967-10-1919.10.1967 Wien. Schriftsteller, Liedermacher. Sohn des Verlegers Fritz Molden, Enkel von Paula von Preradović, Textdichterin der österreichischen Bundeshymne und Ernst Molden, dem einstigen Chefredakteur der Neuen Freien Presse. Nach Abbruch seines Germanistikstudiums begann M. ab 1987 als Polizeireporter sowie danach für die Tageszeitung Die Presse als Beilagenredakteur zu arbeiten. 1991–93 Dramaturg und Hausautor unter Hans Gratzer am Wiener Schauspielhaus, ab 1993 als Musiker und Schriftsteller tätig. M. verfasste seither zahlreiche Kurzgeschichten, Feuilletons, Kolumnen, zwei Theaterstücke, vier Romane, drei Essaybände sowie ein Liederbuch. Seit 2008 ist er auch als Kolumnist für den Freizeit-Kurier tätig. Er ist Mitbegründer der beiden Pop/Poetry-Kollektive Teufel & Der Rest Der Götter und E. M. und der Nachtbus. Ab Mitte der 1990er Jahre formierte sich nach und nach die jetzige (2011) E. M. Band mit der Besetzung Heinz Kittner (Schlagzeug), Stephan Stanzel (Bass, 2005; ab 2009 Marlene Lacherstorfer), Sibylle Kefer (Gesang, 2006), Hannes Wirth (Gitarre, 2008) und Walther Soyka (Harmonika, 2008). Gastspiele von Robert Rotifer und W. Resetarits ergänzen die Band. Gespielt werden Lieder meist im Wiener Dialekt, angefangen bei Balladen bis zu Blues- und Rocknummern. Vereinzelt tritt M. auch als The Red River Two zusammen mit Rob Niedl (Schlagzeug), M. Lacherstorfer und dem Punk-Veteranen Rainer Krispel (Coverversionen u. a. von Johnny Cash, Bruce Springsteen und Eigenkompositionen im selben Stil auf Englisch) sowie als Die Herren mit Ferenc Bodi (Gitarre) und H. Kittner auf (Gypsy-Swing, Folk). Dazu kam eine Zusammenarbeit mit Nino aus Wien. Daneben schreibt M. Musik zu Hörspielen sowie für das Wiener Burgtheater und ist als Lehrer und Performer bei den Wiener Festwochen und der Schule für Dichtung tätig. 2010 wurde sein Singspiel Häuserl am Oasch im Rabenhoftheater präsentiert, es folgten Hafen Wien. Ein Singspiel von den Toten 2013 und Mayerling. Ein Singspiel von Wilderern und Habsburgern 2017. 2011 war M. Juror beim Protestsongcontest in Wien und im selben Jahr wurde sein Stück Rosi, Toni, Tatzewurm als Figurentheater im Wiener „Lilarum“ erstmals aufgeführt.
Ehrungen
Auswahl: Österreichischer Förderungspreis für Literatur 2000; Preis der deutschen Schallplattenkritik für Es Lem 2011; Deutscher Liederpreis für Ho rugg 2015; Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie Jazz/World/Blues 2017.
Schriften
Romane: Die Krokodilsdame 1997; Biedermeier 1998; Austreiben 1999; Doktor Paranoiski 2001. Essays: Weißer Frühling 1994; Christbaumkaufen, Badengehen 2003; Wien. Hinweise zum Umgang mit einer alten Seele 2004. Liederbuch 2011; Wien Mitte. Ein Wochenbuch 2014.
Werke
Singspiele Häuserl am Oasch 2010, Hafen Wien 2013, Mayerling 2017; Alben: Nimm mich Schwester 2003;Haus des Meeres 2005; Bubenlieder 2006; Wien, Foan 2008; Ohne Di 2009; Häuserl am Oasch 2010; Es Lem 2011; Weida Foan 2011; A so a scheena Dog 2012; Ho rugg 2014 (gem. m. W. Resetarits, W. Soyka, H. Wirth); Unser Österreich 2015 (gem. m. Nino aus Wien); Schdrom 2016; Yeah 2017 (gem. m. W. Resetarits, W. Syoka, H. Wirth).
Literatur
www.wikipedia.org (11/2017); www.ernstmolden.at (11/2017); Mitt. Management E. M. (10/2011)

Autor(en)
Georg Demcisin
Empfohlene Zitierweise
Georg Demcisin, Art. „Molden, Ernst‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 21/02/2018]