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Nicolai, Nicolai, true Carl Otto Ehrenfried
* 1810 -06-099.6.1810 Königsberg/Ostpreußen (Kaliningrad/RUS), † 1849 -05-1111.5.1849 Berlin. Komponist, Kapellmeister. Von seinem Vater, dem Komponisten Carl Ernst Daniel N. (1785–1854), zum Wunderkind erzogen, floh N. 1826 und studierte 1828–30 in Berlin (zunächst bei Carl Friedrich Zelter). 1833 ging er nach Rom, wo er bis 1836 an der Kapelle des preußischen Gesandten Karl v. Bunsen als Organist tätig war, daneben auch als Pianist. 1837/38 war N. in Wien Kapellmeister und Gesangslehrer am Kärntnertortheater. Danach konnte er in Italien mit einigen Opern Erfolge feiern und wurde Mitglied der Accademia filarmonica in Bologna/I. 1841 wurde er als Nachfolger von C. Kreutzer Hofkapellmeister (Hofmusikkapelle) in Wien. Die erste Akademie mit dem Hofopernorchester am 28.3.1842 im Großen Redoutensaal markiert die Gründung der Wiener Philharmoniker und deren Konzertreihe (1843 exemplarische Aufführung von L. v. Beethovens 9. Symphonie). Aufgrund von Differenzen mit C. Balocchino verließ N. 1847 Wien und ging nach Berlin, wo er ab 1848 Kapellmeister am Königlichen Opernhaus sowie Leiter des Domchors war.
Gedenkstätten
N.-Konzerte der Wr. Philharmoniker 1887ff; N.gasse (Graz V).
Werke
Opern (Die Heimkehr des Verbannten 1844 [Il proscritto 1841]; Der Tempelritter 1845 [Il templario 1840]; Die lustigen Weiber von Windsor [T: S. H. v. Mosenthal] 1849); Kirchenmusik (Te Deum 1832, Messe, Psalmen); Symphonien, Sonaten, Lieder.
Literatur
U. Konrad, O. N. (1810–1849), 1986 [mit WV]; NGroveD 17 (2001); MGG 9 (1961); Riemann 1961; Czeike 4 (1995); MGÖ 2 u. 3 (1995); Hellsberg 1992.

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Nicolai, Carl Otto Ehrenfried‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]