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Orgelmesse
Wörtlich eine Messe unter Beteiligung der Orgel; doch meint der wissenschaftliche Fachterminus eine spezielle Form der mehrstimmigen Mess-Komposition des 15.–19. Jh.s., basierend auf dem Alternieren (Alternatim) von Abschnitten, die von der Orgel gespielt bzw. (choraliter oder mehrstimmig) gesungen wurden. In Österreich scheint diese nur zeitweise, v. a. im 15./16. Jh. von einiger Bedeutung (z. B. möglicherweise die frühen Orgel-Absetzungen aus Neustift und Mondsee, einzelne Beispiele in den Trienter Codices, Missae ad organum von H. Isaac für den Hof K. Maximilians I.) gewesen zu sein. Ob sogar von einer Zurückhaltung gegenüber dieser Form und einer korrespondierenden Bevorzugung von Choral-gebundenen bzw. vollständigen Mess-Zyklen gesprochen werden kann, ist (2004) noch immer unklar.
Literatur
MGG 7 (1997); Strohm 1993; A. Mielke, Untersuchungen zur Alternatim-O., 2 Bde. 1996.

Autor(en)
Rudolf Flotzinger
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Orgelmesse‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]