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PaisielloPaisiellotrue (Paesiello), Giovanni
* 1740 -05-099.5.1740 Roccaforzata bei Tarent (Tarento)/I, 1816 -06-055.6.1816 Neapel/I. Komponist. Besuchte die Schule der Jesuiten in Tarent und danach aufgrund der Fürsprache seines Lehrers, des Tenors Carlo Resta, 1754–63 das Conservatorio di San Onofrio in Neapel, wo er bei F. Durante, Carlo Cotumacci und Girolamo Abos studierte. Während dieser Zeit schrieb P. nach ersten Motetten seine erste opera buffa, nach Beendigung der Ausbildung wurde er Musikdirektor einer kleinen Operntruppe. Anschließend konnte er seine Opern erfolgreich in Bologna/I, Modena/I, Venedig/I und Parma/I zur Aufführung bringen (seine Hauptkonkurrenten waren N. Piccini, P. A. Guglielmi und Domenico Cimarosa), ab 1766 lebte er als freischaffender Komponist in Neapel. 1776–83 war P. Kapellmeister am Hof Katharinas der Großen in St. Petersburg/RUS, ab 1783 Hofkomponist bei Kg. Ferdinand IV. von Neapel und ab 1787 auch „maestro della real camera“; 1796 Kapellmeister an der Kathedrale in Neapel; 1802–04 Kapellmeister Napoleons in Paris, er schrieb u. a. die Messe für dessen Krönung. 1806–16 wieder Kapellmeister am Hof zu Neapel unter den Bonapartes und unter Ferdinand IV. P. verbrachte den Sommer 1784 in Wien, wo er auch mit W. A. Mozart zusammentraf, den er bereits 1770 in Neapel kennen gelernt hatte. P.s 1778 erstmals in Graz gegebene Oper La frascatana (UA 1774 Venedig) war jahrelang eine der beliebtesten beim dortigen Publikum, 1781 brachte E. Schikaneder auch eine deutsche Fassung in Graz zur Aufführung.
Ehrungen
Mitglied der frz. Ehrenlegion 1806; Ehrenmitglied der Akad. v. Lucca/I u. Livorno/I.
Werke
ca. 90 Opern (Socrate immaginario UA 1775 [Neapel], Il barbiere di Siviglia UA 1782 [St. Petersburg], Il re Teodoro in Venezia UA 23.8.1784 [Wien], Nina ossia La Pazza per amore UA 1789 [Neapel]), Oratorien (La passione di Gesù Cristo UA 1783 [St. Petersburg]), Kantaten, Messen u. kleinere Kirchenmusik, Klavierkonzerte, 12 Symphonien f. Joseph II. (verschollen), Kammermusik.
Literatur
NGroveD18 (2001); MGG 10 (1962) u. 16 (1979); Riemann 1961 u. 1975; Stieger II/3 (1978); Mendel-R. 7 (1877); E. Schenk, Mozart 21975; [Kat.] Mus. i. d. St. 1980.

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Paisiello (Paesiello), Giovanni‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]

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