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Piesen, Piesen, true Ferdinand
* 1909-03-1717.3.1909 Krakau (Kraków/PL), † 1994-09-2626.9.1994 Paris. Pianist, Komponist. Erhielt seit dem 6. Lebensjahr Klavier-, später auch Orgelunterricht. Nach dem Besuch der Bundeslehranstalt für Textilindustrie studierte er am Neuen Wiener Konservatorium (bei C. Lafite und E. Kanitz). Bei J. Polnauer nahm er Analysestunden. Am 28.1.1930 wurden im Wiener Konzerthaus (Schubert-Saal) zwei Stücke für Violine und Klavier aufgeführt. P. komponierte ab 1934 für das Wiener Kabarett Literatur am Naschmarkt. 1937/38 ging er nach Frankreich ins Exil, wo er Unterricht von M. Deutsch erhielt und als Pianist und Musiklehrer tätig wurde. Während des Zweiten Weltkrieges war P. in verschiedenen Lagern interniert. Danach lebte er in Paris als Übersetzer, Bautechniker und Hausverwalter.
Werke
Josua Graham oder Reichtum ist eine Last; Pimperloper [T: Lothar Metzl]; Marie oder der Traum ein Film [T: Hans Weigel]; Wr. Festwoche des braven Soldaten Schwejk [T: R. Weys]; Die große Reise [T: L. Metzl]; Kammermusik (Cantilene und Elegie f. V. u. Kl.).
Schriften
Lebenserinnerungen 1975–92 [Ms., Institut für Gesch. der Juden in Österreich, St. Pölten, Signatur 099/1–3].
Literatur
R. Weys, Literatur am Naschmarkt 1947 [Foto Tafel I]; R. Weys, Cabaret u. Kabarett in Wien 1970; Hb. des dtspr. Exiltheaters 1933–1945, 1999; MGÖ 3 (1995); http://members.magnet.at/injoest/deutsch/projekte/namensliste.m_r.html (9/2004); Mitt. Orpheus Trust; eigene Recherchen.

Autor(en)
Alexander Rausch
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch/Christian Fastl, Art. „Piesen, Ferdinand‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 15.5.2005]
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