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Porsile Porsile true (Borsile, Persile, Porcile, Porsille, Porzille), Giuseppe (Joseph)
* 1680 -05-055.5.1680 Neapel/I, 1750 -05-2929.5.1750 Wien. Komponist. Sohn des Komponisten Carlo P. (?–?), erhielt seine musikalische Ausbildung am Conservatorio dei Poveri di Gesù Cristo in Neapel. 1695 wurde er Vizekpm. Karls II. in Barcelona/E, 1697 stieg er zum Kpm. auf. Nach dem Tod Karls II. 1700 zunächst Gesangslehrer von dessen Witwe, ab 1708 Kpm. der Kapelle Karls III., dem er nach Wien folgte. Hier zunächst ab 1711 als Gesangslehrer am Hof der Kaiserinwitwe Wilhelmine Amalie tätig, 1720–49 war er schließlich (von J. J. Fux bereits 1715 befürwortet) Hofkomponist; von ihm scheint jedoch kaum etwas über Wien hinaus gedrungen zu sein. Nach 1737 ist keine kompositorische Aktivität mehr gesichert nachweisbar.
Werke
Messe, mindestens ein Dutzend Oratorien und Azioni sacre, ebensoviele Opern und Componimenti, mehrere Kantaten, je eine Instrumental-Partita, Divertimento, 5-sätzige Lautensuite (NA: A. Koczirz in Erbe dt. Musik II,1 [1942]).
Literatur
MGG 10 (1962) u. 13 (2005); NGroveD 20 (2001); EitnerQ 7 (1902).

Autor(en)
Rudolf Flotzinger
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger/Christian Fastl, Art. „Porsile (Borsile, Persile, Porcile, Porsille, Porzille), Giuseppe (Joseph)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 19/09/2012]