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Praßl, Praßl, true Franz Karl
* 1954 -09-2828.9.1954 Feldbach/St. Theologe, Kirchenmusiker. Studierte katholische Theologie an der Univ. Graz (Mag. theol. 1979, Dr. theol. 1987), Musikstudium an der MHsch. Graz (Katholische Kirchenmusik [Diplom 1977], Chorleitung [Diplom 1977], Dirigieren [Diplom 1980]; Mag. art. 1984), 1984–89 Gregorianikstudium an der Folkwang-Hsch. in Essen/D. 1978–82 Orgellehrer am Bischöflichen Gymnasium in Graz, 1982–89 Kirchenmusikreferent und 1985–92 Orgelbaureferent der Diözese Gurk, 1982–92 Domorganist in Klagenfurt, 1984–89 und seit 1995 Lehrbeauftragter, 1989–94 Gastprof. an der Univ. Graz (Institut für Liturgiewissenschaft, christliche Kunst und Hymnologie), 1987–89 Lehrbeauftragter bzw. Gastprof. an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz, seit 1989 o. Prof. für Gregorianik und kirchenmusikalische Werkkunde an der MHsch. Graz (seit 1998 MUniv.), 1995–2000 hier Leiter der Abteilung Kirchenmusik, 2000–03 Studiendekan der MUniv. Graz; weitere Lehrtätigkeit an der MHsch. Wien, an den Univ.en Innsbruck und Zagreb sowie seit 2010 am Pontificio Istituto die Musica Sacra in Rom. 1990–99 Vorstandsmitglied der deutschen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Studien des gregorianischen Chorals (AISCGre), seit 2003 im Vorstand von AISCGre-International, seit 1993 Vorstandsmitglied der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Hymnologie (IAH, 1999–2005 Präsident). Seit 2010 Präsident der Österreichischen Kirchenmusikkommission. Gründer (1992) und Leiter der Grazer Choralschola.
Ehrungen
Würdigungspreis des Josef-Krainer-Gedenkwerkes 1999.
Schriften
Psallat ecclesia mater. Studien zu Repertoire und Verwendung von Sequenzen in der Liturgie österr. Augustinerchorherren vom 12. bis zum 16. Jh., 2 Bde., Diss. Graz 1987; Choralhandschriften österr.er Augustinerchorherren im 12. Jh. in MusAu 14/15 (1996); Der älteste Salzburger Liber Ordinarius (Codex M II 6 der Univ.sbibliothek Salzburg). Zu seinen Inhalten und seiner Wirkungsgesch. in St. Engels/G. Walterskirchen (Hg.), [Kgr.-Ber.] Musica sacra mediaevalis. Geistliche Musik Salzburgs im Mittelalter. Salzburg 1996, 1998; Die österr. Choralpflege im 19. Jh. in U. Harten et al. (Hg.), [Kgr.-Ber.] A. Bruckner. Linz 1997, 1999; Liturgiereform in Österreich nach dem II. Vaticanum in M. Klöckener/B. Kranemann (Hg.), Liturgiereformen. Historische Studien zu einem bleibenden Grundzug des christlichen Gottesdienstes, 2 Bde. 2001; Neuere Entwicklungen der Psalmodie in Europa in IAH Bulletin 30/31 (2002/03); Rhetorische Notation als Vermittlung liturgischer Theologie in den Codices St. Gallen 390/391 und Einsiedeln 121 in Studia Musicologica Academiae Scientiarum Hungaricae 45 (2004). – Zahlreiche weitere Arbeiten zu Gregorianik, Liturgiewissenschaft und Kirchenmusik. Zahlreiche Arbeiten zu kirchenmusikalischen Themen; Redakteur der Zs. SK, seit 2002 Mitherausgeber der Beiträge zur Gregorianik.
Literatur
Kürschners Dt. Gelehrten-Kalender 2005; Kürschners Dt. Musik-Kalender 2003; A. Kircher in SK 61/4 (2014); /www.kug.ac.at (1/2015) [Schriftenverzeichnis]; pers. Mitt. F. K. P.

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Praßl, Franz Karl‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]