Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Predieri Predieri true (versch. Schreibweisen), Luca (Luc’) Antonio
* 1688 -09-1313.9.1688 Bologna/I, 1767 -01-033.1.1767 Bologna. Hofkapellmeister und Komponist. Stammte aus einer weit verzweigten Musikerfamilie, deren Verwandtschaftsverhältnisse nicht restlos geklärt sind. L. A. studierte Violine bei Abondio Bini und Tommaso Vitali sowie Kontrapunkt bei seinem Onkel Giacomo Cesare P. (1671–1753), Angelo (eig. Tommaso) P. (1655–1731) und G. A. Perti. In seiner Heimatstadt war er 1704–11 als Violinist und Bratschist an der Kirche San Petronio tätig, 1716 wurde er Mitglied, 1723 „principe“ der Accademia Filarmonica. Als Kapellmeister wirkte P. an verschiedenen Kirchen, u. a. an San Paolo (1725–29) und an der Kathedrale San Pietro (1728–31). 1737 kam er nach Wien, wo er 1739 auf die Fürsprache von J. J. Fux Vizehofkapellmeister (Nachfolger von A. Caldara) wurde. Nach dem Tod von Fux Leiter der Hofmusikkapelle, 1747 erhielten er und J. G. Reutter d. J. die Titel 1. bzw. 2. Hofkapellmeister. Von Reutter zunehmend in den Hintergrund gedrängt, war er ab 1751 beurlaubt und kehrte 1765 nach Bologna zurück. P. pflegte neben der Oper (Zusammenarbeit mit P. Metastasio und G. C. Pasquini) v. a. die Kirchenmusik; in Bologna veranstaltete er sakrale Aufführungen mit bis zu sechs Chören. Der Großteil seiner Werke ist verloren.
Werke
über 30 Opern (La Partenope UA Bologna 1710, Il sogno di Scipione UA Wien 1735, Gli auguri spiegati UA Laxenburg 1738, La pace tra la virtù e la bellezza UA 1738, Perseo UA Wien 1738), 7 Oratorien (Il sacrificio d’Abramo UA Wien 1738), Messen, Instrumentalmusik.
Literatur
R. Ortner, L. A. P. und sein Wr. Opernschaffen, Diss. Wien 1966; NGroveD 20 (2001); MGG 10 (1962); Riemann 1961 u. 1975; Köchel 1869; [Kat.] Musica Imperialis 1998; Ulrich 1997; MGÖ 2 (1995); Wurzbach 23 (1872).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Predieri (versch. Schreibweisen), Luca (Luc’) Antonio‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]