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Prikopa, Prikopa, true Herbert
* 1935 -11-3030.11.1935 Wien, † 2015 -12-088.12.2015 Wien. Sänger, Schauspieler, Dirigent, Komponist. Erster Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren, später Ausbildung in Harmonielehre, Kontrapunkt, Komposition und Dirigieren. Mit 19 Jahren Korrepetitor an der Volksoper Wien, schon zuvor Korrepetition beim Wiener Staatsopernballett. Gleichzeitig Beginn einer Karriere als Sänger (Auftritte in der Wiener Kammeroper), beim Kabarett (G. Bronners Brettl vorm Klavier) sowie als Schauspieler (Theater in der Josefstadt). 1957 anstelle des Korrepetitorenvertrages ein Solistenvertrag an der Volksoper (Komikerfach) und Beginn eines Gesangsstudiums bei E. Rado; 1964 musikalischer Leiter des mit W. Höfermayer gegründeten Studios der Volksoper; 1965 erstes Auftreten an der Wiener Staatsoper (Premiere von Igor Strawinskys Rake’s Progress); ausgedehnte Tätigkeit als Dirigent, seit 1977 ebenfalls an der Volksoper; 1978 Gründer und seit damals Dirigent der Konzertreihe Für Kinder und Kenner im Wiener Konzerthaus und Gastspiele dieser Konzertreihe im In- und Ausland, seit 1989 fand diese Konzertreihe auch in München (mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks), seit 1997 auch in der Schweiz statt; 1979 für über zehn Jahre Gastdirigent der English National Opera London, Gastdirigent der Cabap Opera Kapstadt und Dirigent zahlreicher Konzerte und Fernsehshows im In- und Ausland (Neujahrskonzerte mit dem Westdeutschen Philharmonischen Orchester, Auftritte mit dem Orchester der Philharmonia Hungarica, Komponist und Dirigent der Victor-Borge-Show im Deutschen und Schweizer Fernsehen); 1987 musikalischer Leiter der neu organisierten Amstettner Sommerspiele, 1991 und 1992 musikalischer Leiter der Seefestspiele Mörbisch. Seit 1957 Mitwirkender bei zahlreichen österreichischen, deutschen und amerikanischen Filmen, Operettenproduktionen des WDR, eigene Rundfunk- und Fernsehreihen (im ORF 15 Jahre die wöchentliche Musiksendung Der Ohrwurm; viele Jahre Mitwirkung in der wöchentlichen Kabarettsendung Der Guglhupf, eine ständige Kindersendung im österreichischen Fernsehen), Schauspielrollen und Kabarettauftritte im österreichischen und deutschen Fernsehen und Gastspiele an Theatern. Kompositionsaufträge für das Theater der Jugend, für Rundfunk und Fernsehen, 1976 UA des François-Villon-Musicals François, der Henker wartet im Wiener Volkstheater, 1993/94 Kompositionsauftrag der Wiener Festwochen (Vertonung von Wilhelm Buschs Max und Moritz, EA im Wiener Künstlerhaus), Kompositionen für Schallplatten und Konzerte.
Ehrungen
Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1986; Ehrenmitglied der Volksoper Wien 1987; Ehrenmitglied der Johann Strauß-Gesellschaft Wien 1999; Prof.-Titel 2005; Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 2011.
Werke
Musicals (Südwind, François, der Henker wartet); Orchesterwerke (Max und Moritz); Klaviermusik für div. CDs der Edition Arcadia Musico, gespielt vom Komponisten International Classic Piano. 28 Kompositionen f. Kl., Visit to Chimera, Chimera, The Pillars of the world, Thinking Positively); Beiträge zu Cosmos-Arcadia CDs (Romanticism, Good Mood, Tenderness, Softness, Happiness, Fun, Sentimental Piano, Comic, Amusements); Lieder und Stücke für CDs des Wiener Schrammel Ensembles mit H. Holecek (u. a. Ober St. Veit aus der Hietzinger Suite für Schrammelquartett) sowie Couplets für eine CD mit Paul Löwinger (Ich werd’ Politiker, Mir kann man ja alles erzähl’n).
Schriften
gem. m. C. Szabó-Knotik, Erich Kunz. Ein Leben für die Oper 1994; Die Wr. Volksoper. Die Gesch. eines notwendigen Theaters 1999.
Literatur
M. Moschner/H. Teufert, Die Komponisten des Industrieviertels und ihre Musik 1996; www.prikopa.com (10/2011); pers. Mitt. H. P. (2004); Der Standard 22.3.2005; www.orf.at (12/2015).

Autor(en)
Cornelia Szabó-Knotik
Empfohlene Zitierweise
Cornelia Szabó-Knotik, Art. „Prikopa, Herbert‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]