Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Procházka, Procházka, true Jan Ludevít (Johann Ludwig)
* 1837 -08-1414.8.1837 Klattau/Böhmen (Klatovy/CZ), 1888 -07-1919.7.1888 Prag. Komponist, Pianist, Dirigent, Musikkritiker. Erste Ausbildung durch seinen Vater, den Organisten und Musiklehrer Josef P.; studierte 1854/55 Klavier und Komposition in Prag bei F. Smetana sowie ab 1854 Jus an der Univ. (1863 Dr. jur.). Beschäftigung beim Prager Magistrat. Er war Mitbegründer des Sängervereins Hlahol (1861 Sekretär), 1863 Sekretär der musikalischen Sektion des Künstlervereins Umělecká beseda (auch Chorleiter von dessen Gesangverein); initiierte 1871 den Musikverlag Hudební matice und 1877 den Kammermusikverein Jednota pro komorní hudbu. Gründete 1870 das musikalische Wochenblatt Hudební listy (bis 1872 Redaktion) und redigierte 1873–75 die Zeitschrift Dalibor, in der er den mit ihm befreundeten Smetana und die nationale Schule (Nationalstil) verteidigte. Ab 1881 bzw. 1883 lebte er in Hamburg/D, wo seine Frau, die Sängerin Martha P. (geb. Reissingerová) engagiert war, dazwischen auch in Dresden/D. P.s Interesse galt ferner der slawischen Volksmusik, er harmonisierte und edierte zahlreiche Volkslieder und -tänze.
Werke
Lieder, Chöre, Symphonie Alfréd, Ouvertüre zu Vítězslav Háleks Zarewitsch Alexej; Volksliedslgn.: Völkerstimmen, Slawische Volksweisen.
Schriften
Slavná doba české hudby 1958 [Slg. v. Kritiken und Aufsätzen].
Literatur
ÖBL 8 (1983); NGroveD 19 (2001); Československy hudební slovník 2 (1965); Riemann 1961 u. 1975.

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Procházka, Jan Ludevít (Johann Ludwig)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]