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Proschko, Proschko, true Adalbert
* 1834 -11-099.11.1834 Schwarzbach/Böhmen (Černá v Pošumaví/CZ), --1923 Kremsmünster?/OÖ. Violinist, Organist, Komponist. Besuchte die Realschule in Böhmisch-Krumau (Český Krumlov/CZ) und absolvierte die Lehrerbildungsanstalt in Linz. 1853 Schulgehilfe in Adlwang/OÖ, noch im selben Jahr kam er an die Hauptschule in Kremsmünster; hier 1856 Lehrer, 1871 Schulleiter und 1872–1901 Oberlehrer der Volksschule. Früh bei der Stiftsmusik tätig, war P. 1853–58 Tenorist, 1853–62 2. Organist, 1858–1919 Violinist und 1901–04 Stiftsorganist. Als Gesangslehrer unterrichtete er 1858–1907 am Gymnasium, während dieser Zeit trat er auch häufig als Dirigent in Erscheinung. 1872 begründete P. die Liedertafel Harmonie Kremsmünster (Männergesang), deren langjähriger Chormeister er war (bis mindestens 1884). Sein Bruder Anton (P. Paulus OSB, 1837–1926) war u. a. Direktor des Gymnasiums und Stiftsprior in Kremsmünster.
Ehrungen
Direktor-Titel 1874; Ehrenbürger von Kremsmünster 1898; Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone 1898; Ehrenmedaille für 40-jährigen Schuldienst 1899.
Werke
Am Grabe des Herrn (Oratorium), Christi Geburt (Kantate), Kirchenmusik (Messen), Chormusik (Die Sonne sank, Sonntags am Rhein, Frühlingslied), Liederquelle (Liederbuch), 50 Gesangsübungen (s. Abb.).
Literatur
Kellner 1956; Wurzbach 24 (1872).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Proschko, Adalbert‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]