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Pruckner, Pruckner, true Caroline (Karoline, Lina, eig. Carolina Catharina Anna)
* 1825-11-044.11.1825 [nicht 1832] Wien, † 1908-06-1414. [nicht: 15., 16.] 6.1908 Wien. Sängerin (Sopran), Gesangspädagogin. Die Tochter eines Buchhaltungsbeamten erhielt ihre Ausbildung bei J. Fröhlich (Gesang) und Emilie Lucas (Schauspiel) in Wien. Erste Auftritte als Konzertsängerin ab 1845. Am 2.5.1848 Gesangsdebüt in Graz als Adalgisa in Norma, 1849/50 Engagement an der Wiener Hofoper, 1850–52 am Hoftheater von Hannover/D, 1852–56 am Hoftheater in Mannheim/D, daneben Gastspiele u. a. in Bremen/D und an der Wiener Hofoper. Während dieser Zeit zwei Jahre Ausbildung bei Julius Stockhausen. Nach einer Stimmbanderkrankung 1856 vorübergehender Rückzug von der Bühne. Um 1858 kehrte sie nach Wien zurück, wo sie gelegentlich als Konzertsängerin auftrat. Daneben Gastspiele an den Stadttheatern von Leipzig/D und Pest (1859), Temesvár (Timişoara/RO) (1860), Olmütz und am Theater an der Wien (1861). Danach betätigte sie sich nur noch gelegentlich als Konzertsängerin, in erster Linie war sie als Gesangspädagogin, zunächst im Mädchenpensionat von Marie Hanausek und um etwa 1864 an der Wiener Opernschule „Polyhymnia“ tätig. 1868 Gründung einer renommierten eigenen Gesang- und Opernschule. 1894 unterrichtete sie an der MSch. Drucker und 1895–99 an der MSch. Kaiser, wo sie neben Gesangsunterricht auch ihr Notenspiel für Anfänger unterrichtete. Darüber hinaus förderte sie als Konzertveranstalterin in sog. „Novitäten-Abenden“ Musiker und Komponisten, gab im Winter „Musiken“ in ihrer Privatwohnung und veranstaltete zahlreiche Wohltätigkeitskonzerte.
Ehrungen
Prof.-Titel des Großherzogs von Mecklenburg; Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin 1883; Goldene Salvator-Medaille der Stadt Wien 1902; Widmungsträgerin von H. Prochs Lied Die Mutter wird mich fragen 1849.
Schriften
Theorie und Praxis der Gesangskunst 1872, 21882; Aphorismen 1886; Uebungen zur Förderung einer deutlichen Aussprache im Gesange 1882; P.s Notenspiel für Grosse und Kleine 1892; Ueber Ton- und Wortbildung in Fragen und Antworten 1897; Selbst-Biographie der C. P. 1898, Neuaufl. 1903; Einige populäre Worte über die Reform der Gesangslehre 1906; Vortrag über das Notenspiel in „Neuzeit“ 10.3.1893. – Zahlreiche Briefe im Nachlass von C. M. v. Savenau am Institut für Musikwissenschaft der Univ. Graz.
Werke
Einakter Die dramatische Witwe 1891 (M: Robert Grund).
Literatur
ÖBL 8 (1983); K-R 2000; DBEM 2003; Eisenberg 1893 u. 1903; Kosel 1902; M. Kornberger, Der Tonkünstler und Musikschriftsteller Carl Maria von Savenau Bd. 1, Dipl.arb. Graz 1997; Riemann 1929; Ulrich 1997; DBE 8 (1998); NFP 18.6.1908, 11; Neues Wr. Journal 16.6.1908, 8; Illustrirtes Wr. Extrabl. 21.9.1902, 16; Der österr. Zuschauer 10.5.1848, 591; Die Lyra 15.1.1897, 6; Dt. Volksbl. 24.5.1896, 9, 19.3.1899, 9; Wr. Ztg. 22.9.1895, 5; Die Presse 8.3.1856, [2], 14.11.1894, 11; Wr. Sonn- und Montags-Ztg. 16.11.1885, [3]; NZfM 18.7.1884, 331; Wr. Ztg. 13.5.1845, 1021, 7.4.1850, 1317; Taufbuch der Pfarre St. Stephan (Wien I) 1825–28, fol. 2; Sterbebuch der Pfarre Döbling (Wien XIX) 1908–13, fol. 23; https://en.wikisource.org/ (9/2018); WStLA (TBP 1908); eigene Rechechen (www.anno.onb.ac.at).

Autor(en)
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Pruckner, Caroline (Karoline, Lina, eig. Carolina Catharina Anna)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 20/11/2018]

MEDIEN
Illustrirtes Wr. Extrabl. 21.9.1902, 16
Illustrirtes Wr. Extrabl. 21.9.1902, 16

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