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Rieder, Rieder, true Karl (eig. Carl)
* 1898-03-3030.3.1898 Wien, † 1973-11-2020.11.1973 Wien. Pianist, Akkordeonist, Komponist. Erster Klavierunterricht vom Vater Maximilian Philipp R. (* 23.8.1875 Wien, † 15.10.1911 Wien? [begr. Wien]), einem Ledergalanteriearbeiter, der auch als Klavier- und Zitherlehrer tätig war. Lehre und danach hauptberufliche Tätigkeit in der Papierbranche, nebenberuflich als Pianist in Tanzschulen tätig. Das Akkordeonspiel erlernte er autodidaktisch. Ab 1936 wurden die von ihm komponierten und getexteten Wienerlieder auch auf Radio Wien aufgeführt, zur Komposition dazu motivierte ihn angeblich seine „Tante“ Kiesel-Marie. 1940–57 betätigte sich K. R. hauptberuflich als Musiker (Akkordeonspieler, Pianist), erteilte privaten Klavier- und Akkordeonunterricht und war Akkordeonlehrer an der Wiener Volkshochschule. Eine Verwandtschaft mit K. Rieder besteht nicht, seine Vorfahren väterlicherseits stammten aus Poysdorf/NÖ, wodurch eine weitschichtige Verwandtschaft mit A. Rieder möglich erscheint.
Ehrungen
Goldener Ehrenring und Diplom für Verdienste um die Volksmusik.
Werke
über 400 Wienerlieder (Unser Vater Johann Schrammel, Unsere Wiener Garde, Mein Wien ist doch die schönste Stadt auf Erden, Das Ruprechtskircherl), Schlager (Ein Sternderl soll den Weg dir zeigen, Du muß mich lieben dein ganzes Leben); Kinderoperette Die trotzige Susi, Musik zu Das Mädchen mit den Schwefelhölzern und Kasperl im Märchenland; Werke für Akkordeon (Nordische Tanzweisen); Akkordeonschulen.
Literatur
Lang 1986; Hauenstein 1979; S. Schedtler (Hg.), Wienerlied und Weana Tanz 2001; Das kleine Volksbl. 14.1.1942, 5; NFP 22.6.1924, 14; Slg. Moißl; Taufbuch der Pfarre Altottakring (Wien XVI) 1898, fol. 229; eigene Recherchen.

Autor(en)
Monika Kornberger
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger/Barbara Boisits, Art. „Rieder, Karl (eig. Carl)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 22/10/2019]