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Rieger, Rieger, true Gottfried
* 1764 -05-011.5.1764 Tropplowitz/Österreichisch-Schlesien (Opavice/CZ), 1855 -10-1313.10.1855 Brünn. Kapellmeister, Musikpädagoge, Komponist. Nach erstem Musikunterricht durch Vater und Schulmeister kam er mit 13 Jahren in die Hauskapelle von Josef Graf Sedlnitzky auf Schloss Geppersdorf (Město Albrechtice-Linhartovy/CZ), wo er mehrere Instrumente erlernte. Nachdem er auf die Empfehlung C. Ditters v. Dittersdorfs hin von P. Damasus (Anton Johann Nepomuk) Brosmann in Weißwasser (Bílá Voda/CZ) Musiktheorieunterricht erhalten hatte, ging er 1787 nach Brünn, wo er ab 1790 als Theaterkapellmeister und Musiklehrer wirkte. 1804–08 Kapellmeister bei Heinrich Wilhelm Graf Haugwitz auf Schloss Namiest (Náměšti nad Oslavou/CZ), lebte er anschließend wiederum als Musiklehrer, Kapellmeister und Organist in Brünn. 1828 gründete er hier ein Musikinstitut.
Werke
Das wütende Heer 1787 (Oper), Die Totenglocke um Mitternacht oder Wendelin von Höllenstein 1788 (Schauspiel mit Gesang), Thirza und ihre sieben Söhne (Oratorium), Kantaten (Deutschlands Triumph nach der Schlacht bei Leipzig, Mährens Brüderbund), Kirchenmusik, Symphonien, Klavierkonzerte, Lieder, Kammermusik.
Schriften
Theoretisch-praktische Anleitung die Generalbass- u. Harmonielehre in sechs Monathen gründlich u. leicht zu erlernen 1833; weitere Lehrwerke.
Literatur
NGroveD 21 (2001); LdM 2000; SchlMl 2001; ÖBL 9 (1988); DBEM 2003; Wurzbach 26 (1874); Mendel-R. 8 (1877); EitnerQ 8 (1902); GerberNTL 3 (1813/14); F-A 1936.

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Rieger, Gottfried‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]