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Rudorfer Rudorfer true (Ruedorfer, Ruedorff), Familie
Orgelbauer.

Verwandtschaftliche Beziehungen dreier im 15. Jh. bekannter und offenbar mehrfach verwechselter Namensträger können dzt. (2005) nur vermutet werden. Als der Älteste ist wohl anzusehen Wolfgang: * ?, † ?. Er ist 1455 als (1465 „vormaliger“) Organist und auch als Orgelbauer an der Liebfrauenkirche zu Wiener Neustadt belegt. Er reparierte 1460 die Orgeln von St. Michael in Wien und 1464 in Murau/St; vor 1467 errichtete er zwei neue Orgeln in Neustift bei Brixen, 1481 war er in St. Lambrecht/St tätig und möglicherweise war er auch mit dem 1485 in Tamsweg/St arbeitenden Meister Wolf identisch.

Als sein Sohn ist zu vermuten

Hans: * ?, † ?. War 1472 und 1493 in Passau tätig und hat auch eine Orgel auf den Salzburger Nonnberg geliefert.

Rudolf: * ?, † ?. „Orgelmacher des römischen Kaisers“ (Friedrich III.), könnte beiden Generationen angehören, wenn nicht überhaupt eine Verwechslung von Vor- und Nachnamen vorliegt.


Literatur
MGÖ 1 (1995); Eberstaller 1955; M. Gozzi, Musikgeschichte der Region Trient bis 1600, in Mg. Tirols I (2001) [„Rurdorfer“ ist wohl Lesefehler]; W. M. Schmid, ZfMw 13 (1931), 290; H.-W. Schmitz, Passauer MusikGesch. 1999; P.-J. Heinig, Musik und Medizin am Hof Kaiser Friedrichs III., in Zs. f. Histor. Forschung 16 (1988),165f; G. Walterskirchen, Orgel und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart 1982, 28.

Autor(en)
Rudolf Flotzinger
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Rudorfer (Ruedorfer, Ruedorff), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]