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Scheit, Scheit, true Karl
* 1909 -04-2121.4.1909 Schönbrunn/Österreichisch-Schlesien (Debrzyca/PL), 1993 -11-2222.11.1993 Wien. Gitarrist, Lautenist. Sein Vater Emanuel (1875–?) war angeblich Militärkapellmeister, sein Bruder Albert Flötist an der Volksoper Wien. K. Sch. studierte Violine am Konservatorium Linz und 1926–28 Laute und Gitarre bei J. Ortner an der Wiener MAkad. 1929 begann er seine vielfältige internationale Konzerttätigkeit. 1932–38 war er Lehrer für Gitarre an der Bundeserziehungsanstalt in Wien. 1933–84 unterrichtete Sch. an der Wiener MAkad./MHsch. (1979 emeritiert) sowie 1938–58 am Konservatorium der Stadt Wien. 1953 Gründung des Ensembles Schola antiqua Wien (u. a. mit J. Mertin). Er führte die in Wien bestehende Tradition der Gitarristik v. a. durch sein Wirken als Pädagoge und Herausgeber (älterer wie zeitgenössischer Literatur) fort und machte sein Instrument durch die Fernsehserie Gitarre für alle populär. Seine Frau Luise (geb. Schreiber, * 3.8.1930 Linz) war Gesangspädagogin an der Wiener MHsch./MUniv.
Ehrungen
Prof.-Titel 1952; Österr. Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst 1960; Goldenes Ehrenzeichen f. Verdienste um das Land Niederösterreich 1972; Großes Ehrenzeichen f. Verdienste um die Republik Österreich 1976; Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold 1979; Chevalier dans l’Ordre des Arts et Lettres 1989.
Werke
gem. m. E. Schaller: Lehrwerk f. die Git., 5 H.e 1936ff; Lehr- und Spielbuch f. Git.; zahlreiche Ausgaben (Musik für Git.; Git.-Kammermusik).
Literatur
E. W. Partsch, K. Sch. Ein Porträt 1994; Riemann 1961 u. 1975; SchlMl 2001; Personenlex. Öst. 2001; Kürschner 1954; Czeike 6 (2004); F-A 1936 u. 2 (1978); ÖMZ 44 (1989), 258 u. 480; ÖMZ 49 (1994), 66; MGÖ 3 (1995); Die Presse 27.11.1993; SK 7 (1960), 186 [L. Sch.]; Slg. Moißl.

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Scheit, Karl‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]